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Grundlagen der Welpenerziehung – So erziehst Du Deinen Hundewelpen richtig

Die richtige Welpenerziehung ist ein sehr wichtiges und umfangreiches Thema mit dem sich jeder Hundehalter intensiv beschäftigen sollte. Die richtige Erziehung Deines Hundewelpens ist nämlich das A und O für ein harmonisches Zusammenleben zwischen Mensch und Hund.

Gerade für Anfänger in der Hundehaltung spielt die Frage „Wie erziehe ich meinen Welpen richtig“ eine bedeutende Rolle. In diesem Beitrag erhalten vor allem Hunde-Neulinge einen ausführlichen Überblick über die Grundlagen der Welpenerziehung für Anfänger.

Welpenerziehung: Es gibt kein Patentrezept

Natürlich gibt es Grundlagen und Vorgehensweisen die sich für den Einsatz in der Welpenerziehung für alle Hundebabys bewährt haben. Trotzdem wollen wir eines gleich vorweg nehmen: In der Welpenerziehung gibt es kein allgemeingültiges Patentrezept.

Welpenerziehung

Jeder Welpe hat seinen eigenen Charakter und seine eigene Persönlichkeit. Daher muss die Erziehung des Hundewelpen immer individuell auf den jeweiligen Junghund zugeschnitten werden. Wie wir Menschen auch, hat jeder Welpe Stärken und Schwächen. Unsere Aufgabe ist es diese herauszufinden und mit der richtigen Erziehung und Ausbildung Stärken zu fördern und an den Schwächen zu arbeiten.

Die Bedeutung der unterschiedlichen Hunderassen bei der Welpenerziehung

Viele Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen eines Welpen sind rassetypisch bedingt: Wie jedes Haustier wurde auch der Hund durch Züchtung so geformt, dass er den Menschen optimal unterstützen kann. Verschiedene Rassen wurden/werden für verschiedene Verwendungszwecke eingesetzt. Egal ob Wachhund, Hütehund, Jagdhund oder und Begleithund, der jeweilige Verwendungszweck prägt den Charakter und das Wesen des jeweiligen Hundes.

Daher ist es bei der Erziehung von Hundewelpen sehr wichtig, dass sich der Hundehalter mit der Rasse seines Hundes und deren typischen Charaktereigenschaften und Wesenszüge intensiv beschäftigt und diese bei der Erziehung berücksichtigt. Ein Besitzer eines Dackels (Jagdhund, der selbst Entscheidungen trifft) muss andere Prioritäten in der Welpenerziehung setzen als beispielsweise ein Besitzer einer Französischen Bulldogge, die als Schoßhund gezüchtet wurde und keinerlei Jagdtrieb besitzt.

Die Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Welpenerziehung

Egal welcher Rasse Dein Hund angehört, es gibt für die Hundewelpenerziehung ein paar allgemeingültige Grundvoraussetzungen, die Du als Hundebesitzer mitbringen solltest. Dazu gehören vor allem Geduld, Ausdauer und Konsequenz.

Die Welpenerziehung ist ein Prozess, Du und Dein Hund müssen sich zusammen entwickeln. Du solltest Dich weder von außen, noch von Dir selbst unter Druck setzen lassen. Manche Hunde lernen schneller als andere, manche brauchen nur wenige Wiederholungen und die Übung sitzt. Einige Hunde brauchen etwas länger. Das ist völlig normal und in Ordnung. Zeitdruck und Ungeduld bringen Dich und Deinen Hund bei der Welpenerziehung nicht weiter.

Ausdauer in Form von ständigen Wiederholungen von Übungen und viel Lob (in Form von Streicheleinheiten oder Leckerchen) führen beim Hundewelpen erziehen zu langfristigem Erfolg.

Neben diesen Grundvoraussetzungen sollte heutzutage (unabhängig von der konkreten Erziehung- bzw. Trainingsmethode) artgerechte, positive, gewaltfreie Welpenerziehung selbstverständlich sein.

Das bedeutet nicht, dass Du Deinem Welpen antiautoritär gegenübertreten sollst. Das konsequente Aufstellen von Regeln und durchsetzen von Grenzen ist für Deinen Junghund sogar extrem wichtig. Nur so versteht er was er darf und was nicht.

Welpen erziehen

Vielmehr sollst Du Deinem Welpen zeigen was er tun soll und ihn darin positiv bestärken, als ihn – womöglich mit Gewalt – zu bestrafen für Dinge die er nicht tun soll. Denn Gewalt hat in der heutigen Hundeerziehung nichts (mehr) zu suchen! Einen Welpen mit Strafe und Gewalt zu erziehen, ist sinnlos. Der Welpe wird sich über kurz oder lang zu einem Angsthund entwickeln und sich im schlimmsten Fall zum Angstbeißer entwickeln.

Hier gilt: Nicht immer müssen Leckerlies die passende Belohnung für den Welpen sein. Es kann auch ein Ball oder ein anderes Spielzeug sein. Hauptsache ist, dass der Junghund Spaß hat und damit das positive Verhalten verstärkt wird.

Wie viel Erziehung braucht ein Welpe?

Grundsätzlich ist die Welpenerziehung ist ein Thema, das jeden Hundebesitzer etwas angeht. Es gibt kein Patentrezept wie viel Erziehung ein Welpe oder auch ein erwachsener Hund benötigt. Es gibt keine Liste an Tricks die ein Hund beherrschen sollte.

Allerdings ist ein gewisser Grundgehorsam für ein harmonisches Zusammenleben zwischen Mensch und Hund extrem wichtig. Ohne gute Erziehung wird Dein Hund ansonsten in Alltagssituationen negativ auffallen weil er möglicherweise unkontrolliert reagiert. Ein nicht, bzw. schlecht erzogener Hund, stellt damit eine unberechenbare Gefahr für sich und andere dar.

Welpenkurs

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Du solltest als Hundehalter niemals Angst haben müssen, dass Dein Hund auf fremde Menschen verängstigend wirken könnte und diese womöglich anspringt. Wenn so etwas passiert wirst Du meist eine heftige Gegenreaktion Deines Gegenübers erhalten, die auch Deinen Hund noch mehr verunsichern und verängstigen könnte.

Zu den wichtigsten Grundzielen jeder Welpen- und Hundeerziehung sollte es gehören:

  • dass Dein Welpe stubenrein ist
  • dass Dein Hund ruhig und ohne zu ziehen an der Leine geht
  • dass Du Deinen Hund aus jeder Situation verlässlich zu Dir rufen kannst
  • dass Du Deinen Vierbeiner mit dem Kommando „Sitz“ oder „Platz“ in jeder Situation zur Ruhe bringen kannst und er geduldig wartet, bis es weitergeht
  • dass Dein Welpe Gegenstände aus seinem Maul auf Kommando wieder her gibt

Die Bedeutung des Mensch-Hundeverhältnis in der Welpenerziehung

Der Erfolg in der Welpen- und Hundeerziehung hängt stark vom Mensch-Hundeverhältnis, also der Beziehung zwischen Dir und Deinem Hund ab.

Der Mensch muss für den Welpen immer die Führungspersönlichkeit sein, die ihm Sicherheit und Vertrauen vermittelt. Nur so kann eine harmonische Mensch-Hundebeziehung funktionieren. Diese Autorität des Hundebesitzer darf aber keinesfalls mit Zwang oder Gewalt verwechselt werden.

Früher war es im Welpentraining üblich den Hund mit körperlicher Gewalt unterwürfig zu machen. Solche Methoden sind in der heutigen Zeit überholt: Gewalt hat in der modernen Hunde- und Welpenerziehung nichts verloren. Es gibt andere, artgerechte Möglichkeiten dem Hund seine Grenzen aufzuzeigen und ihn zu erziehen.

Nur eine harmonische Bindung, die geprägt ist von Vertrauen, Sicherheit, Verlässlichkeit und Spaß, macht beide Seiten – Dich und Deinen Welpen – glücklich.

Hunde sind Rudeltiere. Sie möchten von uns Menschen anerkannt und geliebt werden. Sie wollen es uns recht machen. Je nach Rasse ist dieser sogenannte „Will-to-please“ unterschiedlich stark ausgeprägt. Manche Hunde werden von ihren Trieben allerdings so stark abgelenkt, dass der Trieb diesem Will-to-please überwiegt. Eine antiautoritäre Erziehung von Hundewelpen kann daher nicht funktionieren. Der Hundehalter muss seinem Schützling schon deutlich zu verstehen geben, welches Verhalten gewünscht und welches unerwünscht ist.

Gerade Hundewelpen fällt es nicht schwer diese Autorität auch anzuerkennen und sich unterzuordnen. Sie lieben klare Regeln und fühlen sich als Gewohnheitstier bei einem geregelten Tagesablauf wohl.

Wichtig bei der Erziehung von Welpen: Loben

Belohnung ist das A und O in der Welpenerziehung. Positive Motivation (sei es durch verbales Loben, Streicheln, Leckerlies oder ein Spiel mit einem Spielzeug) führt Dich und Deinen Welpen bei der Hundeerziehung zum Ziel: Durch häufiges Loben verknüpft Dein Hund positive Erfolgserlebnisse mit dem von ihm gewünschten Verhalten. Beim Lob ist das richtige Timing von besonderer Bedeutung. Es muss zeitnah erfolgen, damit Dein Hund es dem gezeigten Verhalten auch zuordnen kann.

Welche Art von Lob bei Deinem Welpen am besten funktioniert, solltest Du einfach austesten. Bei den meisten Hunden funktioniert Futter als Belohnung wunderbar. Erziehung ohne Leckerlies ist natürlich auch möglich.

Hundewelpen erziehen

Timing in der Hundewelpenerziehung

Das richtige Timing ist einer der wichtigen Punkte beim Welpentraining, auf den Du als Hundehalter achten musst.

Sowohl die Belohnung für ein korrekt ausgeführtes Kommando, als auch die Korrektur für ein unerwünschtes Verhalten, müssen unmittelbar (innerhalb von ca. 2 Sekunden) auf das jeweilige Verhalten folgen. Nur dann kann Dein Welpe das Lob bzw. die Korrektur mit dem jeweiligen Verhalten verknüpfen. Kommt Lob oder Korrektur zu spät, versteht der Welpe nicht, was Du eigentlich von ihm möchtest.

Um das richtige Timing beim Erziehen von Hundewelpen zu lernen, kann Dir ein sogenannter Clicker helfen. Dabei handelt es sich um ein kleines Plastikteil, das durch einen Druck ein klickendes Geräusch von sich gibt. Auf dieses Geräusch wird des Hund positiv konditioniert. Das Geräusch sagt dann dem Hund, dass er etwas richtig gemacht hat.

Länge der Trainingseinheit bei der Welpenerziehung

Welpen haben naturgemäß nur eine geringe Aufmerksamkeitsspanne. Daher ist es wichtig mit der Welpenerziehung nicht zu übertreiben. Du solltest mit Deinem Welpen immer nur kurze Trainings machen und regelmäßig Pausen einlegen. Gerade am Anfang sind schon eine bis wenige Minuten ausreichend. Später kannst Du die Trainingseinheiten langsam steigern. Es ist grundsätzlich besser mehrere kleine Trainingseinheiten am Tag zu machen, als eine lange.

Du solltest außerdem jede Trainingseinheit mit einem positive Erlebnis beenden. Also genau dann, wenn eine Übung sehr gut geklappt hat. Du solltest eine Trainingssession nie mit einem negativen Erlebnis abschließen. So wird Dein Welpe motiviert in die nächste Trainingseinheit starten.

Ab wann mit der Welpenerziehung beginnen?

Ein Welpe beginnt zu lernen sobald er geboren wird. Gerade in der Zeit zwischen der 2. und der 14. Lebenswoche lernen Hundewelpen intensiv ihre Umwelt kennen und vieles, was sie in dieser Zeit an Erfahrungen sammeln und an Verhaltensweisen lernen, behalten sie sich auch bis ins hohe Hundealter.

In der Zeit zwischen der 8. und der 12. Woche – auch als Sozialisierungsphase bekannt – lernt der Welpe sich in die Gemeinschaft einzugliedern und was er tun darf, beziehungsweise was er nicht tun darf.

Genau in dieser dieser Sozialisierungsphase ziehen Welpen in der Regel in ihr neues Zuhause – weg vom Züchter, der Mutter und den Geschwistern, hinein in eine völlig neue und fremde Umgebung.

Für den Welpen bedeutet der Umzug eine radikale Veränderung. Er wird sich alleine fühlen und neue Sozialpartner suchen, an denen er sich orientieren kann. Jetzt bist Du als Hundehalter gefragt dem Welpen die Umgewöhnung so leicht wie möglich zu machen, ihm Sicherheit und Geborgenheit zu geben und natürlich den Grundstein für eine solide Welpenerziehung zu legen.

Für den Einzug des Hundewelpen ist es am besten, wenn Du Dir die ersten beiden Wochen Urlaub nimmst und Dich intensiv um das neue Familienmitglied kümmerst.

Hundeerziehung Welpen

In den ersten Tagen solltest Du dem Welpen Zeit geben sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Überfordere ihn nicht durch zu viele neue Menschen und Situationen. Gib ihm etwas Zeit und Rückzugsmöglichkeiten.

Dennoch ist es wichtig so früh wie möglich mit der Hundewelpe-Erziehung zu beginnen. Du solltest dem Welpen schon ab Tag 1 im neuen Zuhause (freundlich aber bestimmt) seine Grenzen aufzeigen und ihn sich an die Spielregeln in der Familie gewöhnen lassen. Hat sich ein Welpe erst einmal eine bestimmte (unerwünschte) Verhaltensweise angewöhnt, wird es schwerer diese wieder zu verändern.

Was sollte ich meinem Welpen bei der Erziehung als erstes beibringen?

Neben dem Aufzeigen von Grenzen und grundsätzlichen Spielregeln ist ein anderer Aspekt, der direkt ab Tag 1 angegangen werden sollte, die Stubenreinheit. Der Welpe muss langsam (über mehrere Wochen) lernen, dass er sein Geschäft nicht in Deiner Wohnung verrichten soll. Hier hat optimalerweise der Züchter schon Vorarbeit geleistet und den Welpen auf einen „Löseplatz“ geprägt. Du solltest Dich also beim Züchter erkundigen, ob er seine Welpen auf einen bestimmten Untergrund (z.B. Gras, Beton, spezielle Matten) zum Lösen geprägt hat. Diese gewohnte Routine solltest Du wenn möglich übernehmen.

Jedes mal wenn Dein Welpe dann Anstalten macht aufs Klo zu müssen, solltest Du ihn auf seinen Löseplatz bringen und wenn er sich dann erleichtert überschwänglich loben. So lernt er in der Regel recht schnell wo er sich lösen soll.

Welpen müssen übrigens etwa alle 2 bis 3 Stunden aufs Klo und das meist nach jedem Spielen, Schlafen, Fressen und Trinken.

Hat sich Dein Hundewelpe nach einiger Zeit im neuen Zuhause eingewöhnt, bietet es sich als nächsten Schritt in der Welpenerziehung an, dem Welpen beizubringen ruhig und entspannt ein paar Minuten alleine zu bleiben. Hier reichen für den Anfang 5 Minuten in einem anderen Zimmer aus. Das kannst Du dann über die kommenden Wochen und Monate langsam steigern. Wichtig ist, dass der Welpe entspannt bleibt. Am leichtesten fällt es ihm, wenn er auf seinem Lieblingsplatz (zum Beispiel seinem Hundebett) verweilen darf und sowieso schon müde ist, oder gerade mit einem Spielzeug beschäftigt (und damit abgelenkt) ist.

Die nächsten Schritte in der Welpenerziehung sind dann das Laufen an lockerer Leine, das Hören auf den Hundenamen und Grundkommandos wie „Sitz“ und „Platz“. Parallel dazu gilt es den Hund an Alltagssituationen wie das Autofahren, den Tierarztbesuch, Fellpflege, Krallenpflege, Zahnpflege, Planschen im Wasser, Begegnungen mit anderen Menschen, Hunden und anderen Tieren etc. zu gewöhnen. Auch alltägliche Geräusche sollte Dein Hund in dieser Phase kennen lernen. Hierzu gehören beispielsweise die Türklingel, Autolärm, spielende Kinder, das Telefon, etc.

Besonders wichtig in der Sozialisierungsphase sind auch Begegnungen mit anderen gut sozialisierten (!) Hunden, bei denen Dein Welpe lernt, wie er sich anderen Artgenossen gegenüber zu verhalten hat. Begegnungen bei denen Dein Welpe schlechte Erfahrungen machen könnte, zum Beispiel mit aggressiven Hunden, solltest Du in dieser Phase meiden.

Welpen richtig erziehen

Im weiteren Zeitverlauf kannst Du dann weitere Kommandos und Tricks mit in die Welpenerziehung einbauen. Generell solltest Du langsam vorgehen und Deinen Hund nicht mit zu vielen verschiedenen Dingen gleichzeitig überfordern. Unerwünschtes Verhalten wie Kläffen oder Beißen, sollte natürlich so früh wie möglich konsequent (aber ohne Schreien oder Gewalt) unterbunden werden.

Wie bringe ich meinem Hund die Grundkommandos bei?

Aller Anfang ist schwer, auch in der Welpenerziehung. Wir empfehlen Dir daher schon bevor Du Dir einen Hund anschaffst, Dich mit der Materie auseinander zu setzen. Ein guter Start sind Fachbücher über Welpenerziehung. Hier kannst Du Dir alle wichtigen Grundlagen zur richtigen Erziehung anlesen.

Wir empfehlen Dir folgende Welpenerziehungs-Ratgeber:

Ist der Welpe dann eingezogen, wird das Wissen direkt in die Praxis umgesetzt und es heißt üben, üben, üben. Hierfür ist es sinnvoll zusätzlich zum Lesen von Fachbüchern einen online Kurs bei einer Online Hundeschule zu besuchen. Dort erfährst Du Schritt für Schritt anhand von Anleitungen und Videos wie Du grundsätzlich bei der Hundeerziehung vorgehen solltest.
Online Hundetraining

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Falls bei der Welpenerziehung Probleme auftauchen, oder falls Du weitere Hilfe brauchst, empfehlen wir Dir zusätzlich eine Hundeschule vor Ort aufzusuchen oder alternativ einen mobilen Hundetrainer zu engagieren, der Dich und Deinen Hund zu Hause besucht und euch individuell passend für euren Trainingsstand und eure Herausforderungen trainiert. Generell ist es auch sinnvoll eine Welpengruppe bei einem Hundeverein oder einer Hundeschule zu besuchen, in der Dein Hund mit anderen Welpen spielen kann und so spielerisch an seiner Sozialisierung arbeitet.

Welpenerziehung bedeutet auch den Junghund zu beschäftigen

Hunde brauchen eine Aufgabe. Sie wollen geistig und körperlich Beschäftigt werden. Hundeerziehung bedeutet auch den Hund rassegerecht zu beschäftigen und auszulasten. Nur Hunde, die ihre genetischen Veranlagungen ausleben können, sind glückliche Hunde. Gerade junge Welpen wollen spielerisch ausgelastet werden. Hierzu kannst Du Deinem Welpen zum Beispiel das Apportieren beibringen, ihn etwas suchen lassen, oder leichte Zerrspiele mit ihm spielen.

Für viele ältere Hunde bietet sich hier außerdem der Hundesport an. Auch der Einsatz als Rettungs-, Lawinen- oder Sanitätshund kann solch eine Aufgabe sein.

Größere Wanderungen, lange Spaziergänge, Hundesport, Radfahren, Joggen etc. sind allerdings für nicht ausgewachsene Hunde ungesund. Hundewelpen, die sich im Wachstum befinden, würden bei solchen Belastungen ihre Knochen und Knorpel überlasten. Dies kann zu Problemen beim ausgewachsenen Hund bis hin zu schweren Gesundheitsschäden führen.

Mit solchen Dingen solltest Du also warten, bis Dein Welpe ausgewachsen ist. In der Regel werden Hunde ab dem Alter von etwa 14 Monaten langsam an den Hundesport herangeführt.

Welpen sollten auch nicht höher als etwa 3/4 ihrer Körperhöhe springen, um ihre Knochen nicht zu überlasten. Auch Treppen können für junge Welpen schon sehr belastend sein. Daher ist es sinnvoll Welpen die Teppen hinauf zu tragen.

Mein Welpe begreift eine Übung nicht, was tun?

Wenn ein Welpe eine Übung, die Du ihm beibringen möchtest nicht versteht, liegt das meist an Dir. Du solltest Dir daher über folgende Dinge Gedanken machen, bevor Du die Übung mit Deinem Welpen erneut versuchst:

  • Bin ich gestresst oder unruhig? Stress überträgt sich sehr schnell auf den Welpen.
  • Bin ich zu ungeduldig? Einige Wiederholungen braucht Dein Welpe, bis er versteht was Du von ihm möchtest.
  • Bin ich nicht konsequent genug? Habe ich ein Verhalten durchgehen lassen, das ich jetzt plötzlich unterbinden will?
  • Nutze ich immer das gleiche Kommando für die Übung? Verschiedene Kommandos können Deinen Welpen irritieren.
  • Habe ich den richtigen Ort für die Übung gewählt, oder ist mein Welpe abgelenkt?
  • Überfordere ich meinen Welpen? Ist er müde?
  • Habe ich die Übung logisch aufgebaut? Mit einem Leckerchen über seinem Kopf wird sich der Welpe nicht hinlegen.
  • War mein Ton zu ruppig? Hat mein Welpe Angst?
  • Passt meine Körpersprache zum Kommando?

 

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