Denk­sport für Hun­de: Spie­le­ri­sche Erzie­hung mit Spaß­fak­tor

Du fragst Dich, wie Du Dei­nem Vier­bei­ner neben kör­per­li­cher Aus­las­tung auch geis­ti­ge Her­aus­for­de­run­gen bie­ten kannst? Genau dar­um geht es in die­sem Blog­bei­trag. Wir zei­gen Dir, dass Denk­sport für Hun­de viel mehr als nur ein spa­ßi­ger Zeit­ver­treib ist, war­um geis­ti­ge Aus­las­tung für Hun­de so wich­tig ist und wie Du Dei­nen Hund mit Denk­spie­len men­tal fit hältst. Wir wer­den dabei nicht nur auf die Vor­tei­le von Denk­sport und Denk­spie­len ein­ge­hen, son­dern auch ver­schie­de­ne Arten von Denk­sport­spie­len und Tipps vor­stel­len, wie Du die­se Akti­vi­tä­ten in den All­tag Dei­nes Hun­des inte­grie­ren kannst.

Denksport und Denkspiele für Hunde
Denk­sport und Denk­spie­le für Hun­de

Was sind Denk­spie­le für Hun­de

Denk­spie­le für Hun­de, oft auch als Denk­sport bezeich­net, sind Akti­vi­tä­ten, die dar­auf abzie­len, die geis­ti­gen Fähig­kei­ten Dei­nes Vier­bei­ners her­aus­zu­for­dern und zu för­dern. Sie bie­ten eine her­vor­ra­gen­de Mög­lich­keit, Dei­nem Hund neben der kör­per­li­chen Bewe­gung auch geis­ti­ge Anre­gun­gen zu bie­ten.

Sol­che Spie­le bzw. Akti­vi­tä­ten sind nicht nur eine gute Mög­lich­keit, Dei­nen Hund zu beschäf­ti­gen, son­dern sie ver­bes­sern auch sei­ne Intel­li­genz, för­dern sein Lern­ver­mö­gen und stär­ken sei­ne Bin­dung zu Dir. Beim Denk­sport geht es aber nicht nur um rei­nes „Den­ken“. Es geht um das Lösen von Rät­seln, das Tref­fen von Ent­schei­dun­gen, das Befol­gen von Kom­man­dos, das Aus­ar­bei­ten von Stra­te­gien und Lösun­gen und vie­les mehr.

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Ver­schie­de­ne Arten von Denk­spie­len und Denk­sport für Hun­de

Denk­spie­le und Denk­sport für Hun­de kön­nen vie­le ver­schie­de­ne For­men anneh­men und kön­nen sowohl drin­nen als auch drau­ßen durch­ge­führt wer­den. Hier sind eini­ge Bei­spie­le:

  • Such­spie­le: Die­se Spie­le för­dern den Geruchs­sinn Dei­nes Hun­des. Du kannst Lecker­lis oder sein Lieb­lings­spiel­zeug ver­ste­cken und ihn danach suchen las­sen oder bei­spiels­wei­se einen Schnüf­fel­tep­pich nut­zen.
  • Lern­spie­le: Bei die­sen Spie­len lernt Dein Hund neue Befeh­le oder Tricks. Zum Bei­spiel könn­test Du ihm bei­brin­gen, bestimm­te Gegen­stän­de nach Namen zu suchen oder neue Tricks auf Befehl aus­zu­füh­ren. Auch Cli­cker­trai­ning könn­te für Dei­nen Hund span­nend sein.
  • Inter­ak­ti­ve Spiel­zeu­ge / Rät­sel­spie­le: Es gibt vie­le Spiel­zeu­ge auf dem Markt, die dazu die­nen, die geis­ti­ge Akti­vi­tät Dei­nes Hun­des zu för­dern. Sie kön­nen so ein­fach sein wie ein Ball, der Lecker­lis frei­gibt, wenn er auf eine bestimm­te Wei­se bewegt wird, oder so kom­plex wie ein Intel­li­genz­spiel­zeug, das Dein Hund lösen muss, um eine Beloh­nung zu erhal­ten.
  • Neue Situa­tio­nen und Erleb­nis­se: Auch das Erle­ben von ganz neu­en Situa­tio­nen und das sam­meln von neu­en Erfah­run­gen kann Denk­sport für Dei­nen Hund sein. Dei­nen Hund bei­spiels­wei­se an gemein­sa­mes Stand-up-Paddling zu gewöh­nen, kann eine span­nen­de geis­ti­ge Her­aus­for­de­rung sein. Hier­bei muss Dein Vier­bei­ner näm­lich ler­nen sich an eine ganz neue Situa­ti­on anzu­pas­sen. Er muss auch neue Fähig­kei­ten erler­nen, näm­lich auf einem Board auf dem Was­ser zu balan­cie­ren.
Suchspiele als Denksport für Hunde
Such­spie­le als Denk­sport für Hun­de

War­um ist Denk­sport wich­tig für Hun­de?

Die meis­ten Hun­de­be­sit­ze­rin­nen und Hun­de­be­sit­zer wis­sen, wie wich­tig kör­per­li­che Aus­las­tung für ihre Vier­bei­ner ist. Lan­ge Spa­zier­gän­ge, Spiel­zei­ten im Park und sport­li­che Akti­vi­tä­ten wie Agi­li­ty und ande­re Hun­de­sport­ar­ten hel­fen dabei, Ener­gie zu ver­brau­chen und die Gesund­heit unse­rer Hun­de zu för­dern. Doch was oft über­se­hen wird, ist, dass geis­ti­ge Aus­las­tung — wie sie zum Bei­spiel durch Denk­sport erzielt wird — für das Wohl­be­fin­den und die Gesund­heit unse­rer Vier­bei­ner eben­so ent­schei­dend ist.

Ein men­tal aus­ge­las­te­ter Hund ist ein glück­li­cher Hund. Denk­sport hilft dabei, Lan­ge­wei­le zu ver­mei­den und Ver­hal­tens­pro­ble­me wie über­mä­ßi­ges Bel­len, uner­wünsch­tes Kau­en (an Möbeln, etc.) oder das Gra­ben im Gar­ten zu mini­mie­ren. Wenn Hun­de geis­tig her­aus­ge­for­dert wer­den, ver­wen­den sie ihre Ener­gie auf posi­ti­ve Wei­se, anstatt sie auf destruk­ti­ves Ver­hal­ten zu rich­ten.

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Posi­ti­ve Aus­wir­kun­gen von Denk­sport auf die Gesund­heit und das Ver­hal­ten Dei­nes Hun­des

Denk­sport hat vie­le wei­te­re posi­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf das Wohl­be­fin­den und die Gesund­heit unse­rer Hun­de. Eini­ge der Haupt­vor­tei­le sind:

  • Ver­bes­se­rung der Kon­zen­tra­ti­on: Denk­sport­spie­le erfor­dern, dass Hun­de ihre Auf­merk­sam­keit auf eine bestimm­te Auf­ga­be rich­ten. Das kann ihnen dabei hel­fen, ihre Kon­zen­tra­ti­ons­fä­hig­keit zu ver­bes­sern.
  • Ver­mei­dung von Ver­hal­tens­pro­ble­men: Vie­le Ver­hal­tens­pro­ble­me bei Hun­den ent­ste­hen aus Lan­ge­wei­le und Unter­for­de­rung. Denk­sport kann hier Abhil­fe schaf­fen, indem er Dei­nen Hund geis­tig aus­las­tet und unter­hält.
  • För­de­rung der geis­ti­gen Gesund­heit und des Wohl­be­fin­dens: Denk­sport kann auch zur geis­ti­gen Gesund­heit Dei­nes Hun­des bei­tra­gen. Er hält sein Gehirn aktiv und gesund — ähn­lich wie geis­ti­ge Akti­vi­tä­ten das bei uns Men­schen tun.
  • För­de­rung von Geduld: Vie­le Denk­sport­auf­ga­ben erfor­dern, dass Dein Hund gedul­dig ist und beharr­lich an einer Lösung arbei­tet. Dies kann ihm hel­fen, sei­ne Frus­tra­ti­ons­to­le­ranz zu erhö­hen und Geduld zu erler­nen, was in vie­len ande­ren Situa­tio­nen sehr hilf­reich sein kann.
  • Stär­kung der Selbst­si­cher­heit: Wenn Dein Hund eine Auf­ga­be oder ein Spiel erfolg­reich löst, fühlt er sich selbst­be­wuss­ter und zufrie­de­ner. Die­se posi­ti­ven Erfah­run­gen stär­ken das Selbst­wert­ge­fühl Dei­nes Hun­des und för­dern sei­ne gene­rel­le Zufrie­den­heit. Denk­sport kann also auch dazu bei­tra­gen, ängst­li­che Hun­de siche­rer und selbst­be­wuss­ter zu machen.
  • Stär­kung der Bin­dung zwi­schen Dir und Dei­nem Hund: Durch das gemein­sa­me Spiel und die Inter­ak­ti­on beim Denk­sport könnt Ihr Eure Bin­dung zuein­an­der stär­ken. Dein Hund wird ler­nen, Dir mehr zu ver­trau­en, und Du wirst bes­ser ver­ste­hen ler­nen, wie Dein Hund denkt und lernt.
  • Spie­le­ri­sche Erzie­hung: Denk­sport für Hun­de kann auch als spie­le­ri­sche Form der Erzie­hung ange­se­hen wer­den. Wäh­rend Dein Hund spielt, kann er gleich­zei­tig wich­ti­ge Kom­man­dos und Ver­hal­tens­wei­sen ler­nen. Ob es dar­um geht, ein bestimm­tes Spiel­zeug auf Befehl zu holen, auf bestimm­te Ges­ten zu reagie­ren oder ein­fach gedul­dig zu war­ten, bis eine Auf­ga­be gelöst ist — all dies sind wert­vol­le Lern­mo­men­te für Dei­nen Vier­bei­ner. Durch die posi­ti­ve Ver­stär­kung, die mit dem erfolg­rei­chen Abschluss einer Denk­sport­auf­ga­be ein­her­geht, lernt Dein Hund, dass gutes Ver­hal­ten belohnt wird. Dies kann die all­ge­mei­ne Erzie­hung Dei­nes Hun­des erleich­tern und effek­ti­ver machen.

Hal­ten wir also fest: Denk­sport ist eine her­vor­ra­gen­de Mög­lich­keit, Dei­nen Hund geis­tig fit zu hal­ten, Ver­hal­tens­pro­ble­me zu redu­zie­ren und Eure Bezie­hung zu stär­ken und gleich­zei­tig an der guten Erzie­hung zu arbei­ten. Es ist damit eine Win-Win-Situa­ti­on für Dich und Dei­nen vier­bei­ni­gen Freund!

Denkspiele stärken die Bindung zwischen Hund und Mensch
Denk­spie­le stär­ken die Bin­dung zwi­schen Hund und Mensch

5 ein­fa­che Denk­spie­le für Zuhau­se

Wie bereits erwähnt, gibt es ver­schie­de­ne Arten von Denk­sport­spie­len, die Du mit Dei­nem Hund aus­pro­bie­ren kannst. Hier sind drei Ideen, die Du leicht zu Hau­se umset­zen kannst:

  • Lecker­li-Suche: Die­ses Spiel ist ein­fach zu spie­len und erfor­dert nur ein paar Lecker­lis und natür­lich Dei­nen Hund. Ver­ste­cke die Lecker­lis im Haus (unter Kis­sen, hin­ter Möbeln, in Spiel­zeu­gen, etc.) und gib dann Dei­nem Hund das Kom­man­do, sie zu suchen. Du kannst das Spiel anspruchs­vol­ler gestal­ten, indem Du die Lecker­lis an schwie­ri­ger zugäng­li­chen Orten und in ver­schie­de­nen Höhen ver­steckst.
  • Das Becher-Spiel: Für die­ses Spiel benö­tigst Du drei Becher und ein Lecker­li. Zei­ge Dei­nem Hund, wie Du das Lecker­li unter einem der Becher ver­steckst, dann mische die Becher und for­de­re Dei­nen Hund auf, den Becher mit dem Lecker­li dar­un­ter zu fin­den. Die­ses Spiel för­dert die Kon­zen­tra­ti­on und das Gedächt­nis Dei­nes Hun­des und kann nach und nach schwie­ri­ger gestal­tet wer­den, indem Du mehr Becher hin­zu­fügst.
  • Appor­tier-Spie­le mit Befeh­len: Die­se Art von Spiel kom­bi­niert das her­kömm­li­che Appor­tie­ren mit dem Ler­nen von Befeh­len. Du könn­test zum Bei­spiel meh­re­re Spiel­zeu­ge mit ver­schie­de­nen Namen ver­se­hen und Dei­nem Hund bei­brin­gen, das jeweils auf Kom­man­do genann­te Spiel­zeug zu appor­tie­ren. Das erfor­dert von Dei­nem Hund nicht nur kör­per­li­che Akti­vi­tät, son­dern auch geis­ti­ge Anstren­gung, da er sich die Namen der Spiel­zeu­ge mer­ken und sie rich­tig zuord­nen muss.
  • Aus­pa­cken: Ver­pa­cke ein Lecker­li oder ein Spiel­zeug in einem alten Hand­tuch oder in einer Box oder einem Kar­ton und lass Dei­nen Hund das „Geschenk“ aus­pa­cken. Stel­le sicher, dass das Mate­ri­al, das Du zum Ver­pa­cken ver­wen­dest, unge­fähr­lich für Dei­nen Hund ist und er es nicht ver­schlu­cken oder sich dar­an ver­let­zen kann. Du kannst die Her­aus­for­de­rung erhö­hen, indem Du meh­re­re Schich­ten ver­wen­dest oder das Lecker­li in meh­re­ren Boxen ver­steckst.
  • Par­cours auf­bau­en: Ein Par­cours bie­tet Dei­nem Hund sowohl kör­per­li­che als auch geis­ti­ge Anre­gung. Du kannst Hür­den auf­stel­len, durch bzw. über die Dein Hund sprin­gen muss. Du kannst Tun­nel bau­en, die er durch­lau­fen soll oder Hin­der­nis­se, die er umrun­den muss. Du kannst den Par­cours so ein­fach oder kom­plex gestal­ten, wie es für Dei­nen Hund pas­send ist, und ihn immer wie­der ver­än­dern, um neue Her­aus­for­de­run­gen zu bie­ten. Und ver­giss bit­te nicht, Dei­nen Hund für das erfolg­rei­che Absol­vie­ren des Par­cours zu beloh­nen!

Die­se Spie­le bie­ten eine gute Mischung aus Spaß, geis­ti­ger Her­aus­for­de­rung und Mög­lich­kei­ten zu Ler­nen für Dei­nen Hund. Den­ke bit­te dar­an, dass es bei Denk­sport­spie­len immer dar­um geht, Dei­nen Hund zu för­dern und zu for­dern, aber ihn nicht zu frus­trie­ren und zu über­for­dern. Wäh­le Spie­le und Schwie­rig­keits­gra­de immer ent­spre­chend den Fähig­kei­ten und Vor­lie­ben Dei­nes Hun­des aus.

Wei­te­re tol­le Ideen für Denk­spie­le fin­dest Du hier und in fol­gen­den Büchern:

Für wel­che Hun­de ist Denk­sport geeig­net?

Es ist wich­tig zu beach­ten, dass nicht alle Denk­spie­le für jeden Hund geeig­net sind. Das Alter, die Ras­se, die Gesund­heit und der Cha­rak­ter Dei­nes Hun­des spie­len eine wesent­li­che Rol­le dabei, wel­che Art von Denk­sport am bes­ten zu ihm passt.

  • Wel­pen sind neu­gie­rig und lern­be­gie­rig, haben aber noch nicht die Aus­dau­er oder Kon­zen­tra­ti­ons­fä­hig­keit für lan­ge oder kom­ple­xe Denk­sport­auf­ga­ben. Ein­fa­che Spie­le wie die Lecker­li-Suche oder das Aus­pa­cken kön­nen eine groß­ar­ti­ge Mög­lich­keit sein, um Wel­pen an Denk­sport her­an­zu­füh­ren. Dabei soll­test Du aller­dings immer dar­auf ach­ten, dass die Spie­le unge­fähr­lich sind und kei­ne ver­schluck­ba­ren Klein­tei­le ent­hal­ten.
  • Jun­ge und akti­ve Hun­de haben oft viel Ener­gie und mehr Kon­zen­tra­ti­ons­ver­mö­gen, wes­halb sie in der Regel von anspruchs­vol­le­ren Denk­sport­auf­ga­ben pro­fi­tie­ren, die mit viel Bewe­gung ver­bun­den sind. Kom­ple­xe­re Spie­le wie der auf­ge­bau­te Par­cour oder das Appor­tie­ren von spe­zi­el­len Spiel­zeu­gen auf Befehl kön­nen die­se Hun­de sowohl kör­per­lich als auch geis­tig aus­las­ten.
  • Älte­re Hun­de und Senio­ren haben viel­leicht nicht mehr die kör­per­li­che Ener­gie für anspruchs­vol­le Denk­sport­auf­ga­ben mit viel Bewe­gung, kön­nen aber den­noch von geis­ti­ger Sti­mu­la­ti­on pro­fi­tie­ren. Ein­fa­che­re Spie­le, die weni­ger kör­per­li­che Akti­vi­tät erfor­dern, wie das Becher-Spiel oder Denk­spie­le mit Intel­li­genz­spiel­zeu­gen, kön­nen eine gute Wahl sein. Wenn Dein Hund gesund­heit­li­che Pro­ble­me hat, wie Arthri­tis oder Arthro­se soll­test Du die Spie­le ent­spre­chend anpas­sen und sicher­stel­len, dass sie nicht zu anstren­gend oder frus­trie­rend für ihn sind.

Ver­giss nicht, dass jedes Denk­spiel Spaß machen und auf die indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se und Fähig­kei­ten Dei­nes Hun­des zuge­schnit­ten sein soll­te. Über­for­de­re Dei­nen Hund nicht mit zu schwie­ri­gen Auf­ga­ben und stel­le sicher, dass er sich immer sicher und wohl fühlt. Mit der rich­ti­gen Aus­wahl und Anpas­sung der Denk­spie­le kannst Du dafür sor­gen, dass Dein Hund geis­tig fit bleibt und ihr bei­de Spaß dabei habt.

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Wie oft und wie lan­ge soll­te ich Denk­sport­übun­gen machen?

Die Häu­fig­keit und Dau­er der Denk­sport­übun­gen hän­gen eben­falls von meh­re­ren Fak­to­ren ab, wie dem Alter, der Ras­se, der Gesund­heit, der Ener­gie und natür­lich auch von der Erfah­rung Dei­nes Hun­des. Eini­ge Hun­de pro­fi­tie­ren von täg­li­chen kur­zen Trai­nings­ein­hei­ten, wäh­rend ande­re mög­li­cher­wei­se ein paar weni­ger, aber län­ge­re Ses­si­ons pro Woche bevor­zu­gen. Begin­ne mit kur­zen Ein­hei­ten von etwa 5–10 Minu­ten und arbei­te Dich lang­sam hoch, je nach­dem, wie Dein Hund reagiert. Wich­tig ist es, Dei­nen Hund nicht zu über­for­dern und häu­fi­ge Pau­sen ein­zu­le­gen.

Beloh­nun­gen und posi­ti­ve Ver­stär­kung beim Denk­sport

Beloh­nun­gen und posi­ti­ve Ver­stär­kung spie­len eben­falls eine ent­schei­den­de Rol­le beim Denk­sport. Sie moti­vie­ren Dei­nen Hund und las­sen ihn die Akti­vi­tät als etwas Posi­ti­ves wahr­neh­men. Ach­te dar­auf, dass Du Dei­nen Hund immer lobst und belohnst, wenn er eine Auf­ga­be erfolg­reich abschließt. Dabei kön­nen sowohl Lecker­lis als auch Lob und Strei­chel­ein­hei­ten als Beloh­nung die­nen.

Belohnung und Bestätigungen sind wichtig für Hunde
Beloh­nung und Bestä­ti­gun­gen sind wich­tig für Hun­de

Denk­spie­le in den All­tag ein­bau­en

Die Inte­gra­ti­on von Denk­sport in den täg­li­chen Ablauf Dei­nes Hun­des ist leich­ter als Du viel­leicht denkst und kann sowohl für Dich als auch für Dei­nen vier­bei­ni­gen Freund von gro­ßem Nut­zen sein. Hier sind eini­ge Tipps, wie Du Denk­sport naht­los in Euren All­tag inte­grie­ren kannst:

Tages­struk­tu­rie­rung und Rou­ti­ne

Hun­de lie­ben Rou­ti­nen. Durch das Ein­bin­den von Denk­sport in die täg­li­che Rou­ti­ne erhält Dein Hund wei­te­re Struk­tur in sei­nem Tag. Du könn­test bei­spiels­wei­se fes­te Zei­ten für Denk­sport­übun­gen fest­le­gen, etwa nach dem Auf­ste­hen, vor den Mahl­zei­ten oder bevor Du das Haus ver­lässt. Aber ach­te dar­auf, dass Du die Spie­le und Auf­ga­ben selbst an die Stim­mung, Ener­gie und Vor­lie­ben Dei­nes Hun­des anpasst. Jeden Tag die glei­che Denk­sport­auf­ga­be ist lang­wei­lig; es ist also wich­tig, dass Du Dei­nen Hund stän­dig mit neu­en und inter­es­san­ten Her­aus­for­de­run­gen über­raschst.

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Denk­sport in den täg­li­chen Spa­zier­gang inte­grie­ren

Denk­sport muss aber nicht nur zu Hau­se statt­fin­den. Du kannst Dei­ne täg­li­chen Spa­zier­gän­ge mit Dei­nem Hund eben­falls nut­zen, um sei­nem Kopf eine klei­ne men­ta­le Her­aus­for­de­rung zu bie­ten. Lass Dei­nen Hund zum Bei­spiel neue Wege erkun­den, ver­ste­cke Lecker­lis unter Stei­nen oder Laub, die Dein Hund suchen soll oder übe ein­fa­che Kom­man­dos und Tricks an ver­schie­de­nen Orten und unter ver­schie­de­nen Bedin­gun­gen. Du kannst auch ein­fach Zwi­schen­durch die Lei­ne oder ande­re Gegen­stän­de fal­len las­sen, ohne dass es Dein Hund bemerkt und ihn den Gegen­stand ein paar Meter wei­ter suchen las­sen.

Denksport lässt sich gut beim Gassi gehen üben
Denk­sport lässt sich gut beim Gas­si gehen üben

Fazit zu Denk­sport und Denk­spie­len für Hun­de

Denk­sport und Denk­spie­le für Hun­de sind weit mehr als nur eine unter­halt­sa­me Beschäf­ti­gung für Dei­nen Vier­bei­ner. Sie sind ein wich­ti­ges Werk­zeug, das zur kör­per­li­chen und geis­ti­gen Gesund­heit Dei­nes Hun­des bei­trägt und eine star­ke Bin­dung zwi­schen Euch för­dert. Sol­che Spie­le for­dern und för­dern außer­dem die Kon­zen­tra­ti­on, die Geduld und die Pro­blem­lö­sungs­fä­hig­kei­ten Dei­nes Hun­des und kön­nen sogar dazu bei­tra­gen, Ver­hal­tens­pro­ble­me zu lin­dern oder zu ver­mei­den.

Indem Du Denk­sport in den All­tag Dei­nes Hun­des ein­baust, bie­test Du ihm nicht nur Abwechs­lung, son­dern gibst ihm auch die Mög­lich­keit, neue Fähig­kei­ten zu erler­nen und bestehen­de zu stär­ken. Und obwohl es für Dich eine Her­aus­for­de­rung sein kann, immer neue und inter­es­san­te Spie­le und Akti­vi­tä­ten zu fin­den, ist der Nut­zen, den Dein Hund dar­aus zieht, unbe­zahl­bar.

Den­ke aber immer dar­an, dass der Erfolg beim Denk­sport auf einer lie­be­vol­len, gedul­di­gen und kon­se­quen­ten Her­an­ge­hens­wei­se beruht. Es geht nicht dar­um, wie schnell oder gut Dein Hund eine Auf­ga­be löst, son­dern dar­um, dass er Spaß hat und geis­tig her­aus­ge­for­dert wird. Mit ein wenig Krea­ti­vi­tät und Geduld wirst Du schon bald die posi­ti­ven Aus­wir­kun­gen bemer­ken, die Denk­sport auf die Gesund­heit und das Wohl­be­fin­den Dei­nes Hun­des hat!

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Christina Williger

Christina Williger
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen, Gründerin

Im Laufe meines Lebens hatte (und habe) ich schon unzählige Haustiere. Zudem war ich fast 20 Jahre lang im Pferdesport sowie im Hundesport aktiv. Meine Tierliebe veranlasste mich dazu, als Bloggerin & Autorin im Heimtierbereich tätig zu werden und meine langjährigen Erfahrungen und mein umfangreiches Wissen über Tiere mit anderen zu teilen. Inspiriert durch die gesundheitlichen Herausforderungen meines Hundes Aragon habe ich mich außerdem zur zertifizierten Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen weitergebildet. Mit meinen Büchern und Blogs möchte ich das Bewusstsein für die Bedürfnisse unserer Haustiere schärfen, deren Lebensqualität nachhaltig verbessern und so zu einem harmonischeren Zusammenleben von Mensch und Tier beitragen.