Der Aus­tra­li­an She­p­herd im Ras­se­por­trät

Die Welt der Hun­de­ras­sen ist bunt und viel­fäl­tig. Von klein bis groß, von ent­spannt bis ener­gie­ge­la­den, gibt es für jeden Hun­de­lieb­ha­ber das pas­sen­de Herz auf vier Pfo­ten. Eine Ras­se, die sich durch ihre außer­ge­wöhn­li­che Viel­sei­tig­keit und Intel­li­genz aus­zeich­net, ist der Aus­tra­li­an She­p­herd. Obwohl sein Name auf aus­tra­li­sche Wur­zeln hin­deu­ten könn­te, stammt er tat­säch­lich aus den Ver­ei­nig­ten Staa­ten. Die­ser pracht­vol­le Hund — der auch lie­be­voll „Aus­sie“ genannt wird — wird Dich mit sei­ner Ener­gie, Arbeits­freu­de und Anpas­sungs­fä­hig­keit mit Sicher­heit begeis­tern.

In die­sem Bei­trag wer­den wir Dir einen umfas­sen­den Ein­blick in das Wesen und das Tem­pe­ra­ment des Aus­tra­li­an She­p­herds geben. Du wirst mehr über sei­ne Her­kunft und Geschich­te erfah­ren und ent­de­cken, was ihn cha­rak­ter­lich so beson­ders macht. Zudem wer­den wir einen Blick auf die Anfor­de­run­gen wer­fen, die die Hal­tung eines Aus­sies mit sich bringt und Dir hilf­rei­che Tipps zur art­ge­rech­ten Füt­te­rung an die Hand geben. Eben­so beleuch­ten wir die Her­aus­for­de­run­gen bei der Erzie­hung eines Aus­tra­li­an She­p­herds und erklä­ren Dir, wel­che Kos­ten bei der Anschaf­fung und Hal­tung eines Aus­sies auf Dich zukom­men. Außer­dem wer­fen wir einen Blick dar­auf, wel­che Per­so­nen­grup­pen beson­ders gut zu die­ser Ras­se pas­sen und wel­che gesund­heit­li­chen Aspek­te bei Aus­sies beson­ders zu beach­ten sind. Los geht’s!

Australian Shepherd im Rasseporträt
Aus­tra­li­an She­p­herd im Ras­se­por­trät

Steck­brief des Aus­tra­li­an She­p­herds

Zual­ler­erst wol­len wir Dir einen schnel­len Über­blick über den Aus­tra­li­an She­p­herd geben. In die­sem Steck­brief fin­dest Du die wich­tigs­ten Daten und Fak­ten, die Du über die­se viel­sei­ti­ge und fas­zi­nie­ren­de Ras­se wis­sen soll­test.

Name der Ras­seAus­tra­li­an She­p­herd, Aus­sie
Grö­ßeMit­tel­groß
Schul­ter­hö­he46 bis 58 cm
Gewicht16 bis 32 kg
Fell­far­benSchwarz, Rot, Blue Mer­le, Red Mer­le
Lebens­er­war­tung12 bis 15 Jah­re
Typi­sche Eigenschaften/Besonderheiten der Ras­seIntel­li­gent, ener­gisch, arbeits­freu­dig, viel­sei­tig, anpas­sungs­fä­hig
Für Anfän­ger geeig­net?Eher weni­ger, Erfah­rung mit Hun­den ist vor­teil­haft
Jagd­triebMäßig bis hoch (Hüte­hund)
Aktivitätslevel/BewegungsbedarfHoch
Erzieh­bar­keitGut, aber erfor­dert kon­se­quen­te, lie­be­vol­le Füh­rung

Her­kunft, Abstam­mung & Geschich­te

Die Geschich­te des Aus­tra­li­an She­p­herds ist span­nend und ein wenig ver­wir­rend, vor allem, wenn man bedenkt, dass er trotz sei­nes Namens gar nicht wirk­lich aus Aus­tra­li­en stammt. Der Ursprung die­ser Ras­se liegt tat­säch­lich in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten.

Es wird ange­nom­men, dass der Aus­sie, wie er oft genannt wird, in den spä­ten 1800er und frü­hen 1900er Jah­ren ent­stan­den ist. Bas­que-Schä­fer aus Spa­ni­en wan­der­ten damals nach Aus­tra­li­en aus und brach­ten ihre Pyre­nä­en-Schä­fer­hun­de mit. Spä­ter zogen eini­ge die­ser Schä­fer wei­ter nach Ame­ri­ka und brach­ten ihre Hun­de, die nun als Aus­tra­li­an She­p­herds bezeich­net wur­den, mit. In den USA wur­den die­se Hun­de dann wei­ter gezüch­tet, um die Anfor­de­run­gen an das Hüten von Vieh in den viel­fäl­ti­gen ame­ri­ka­ni­schen Land­schaf­ten zu erfül­len.

Der Aus­tra­li­an She­p­herd ist eine von der Fédé­ra­ti­on Cyno­lo­gi­que Inter­na­tio­na­le (FCI) aner­kann­te Hun­de­ras­se. Obwohl der Aus­sie ursprüng­lich als Arbeits­hund (Hüte­hund) gezüch­tet wur­de, ist er heu­te ein belieb­ter Fami­li­en­hund und wird auch in vie­len ande­ren Berei­chen ein­ge­setzt, dar­un­ter Such- und Ret­tungs­ar­bei­ten, The­ra­pie­hun­de­ar­beit, und sogar in Film und Fern­se­hen. Sei­ne Intel­li­genz, sein Eifer zu gefal­len und sei­ne Anpas­sungs­fä­hig­keit machen den Aus­tra­li­an She­p­herd zu einem viel­sei­ti­gen und belieb­ten vier­bei­ni­gen Freund. Dank sei­nes beson­de­ren Aus­se­hens ent­wi­ckelt er sich zuneh­mend zum Trend- bzw. Mode­hund.

Australian Shepherd Blue Merle und Red Merle
Aus­tra­li­an She­p­herd Blue Mer­le (links) und Red Mer­le (rechts)

Aus­se­hen, Grö­ße und Fell­far­ben des Aus­tra­li­an She­p­herds

Als mit­tel­gro­ßer Hund zeich­net sich der Aus­tra­li­an She­p­herd durch einen robus­ten und ath­le­ti­schen Kör­per­bau aus. Die Schul­ter­hö­he beträgt bei Rüden etwa 51 bis 58 cm, bei Hün­din­nen 46 bis 54 cm. Das Gewicht vari­iert je nach Geschlecht und indi­vi­du­el­ler Kon­sti­tu­ti­on zwi­schen 16 und 32 Kilo­gramm.

Das Fell des Aus­sies ist mit­tel­lang und wet­ter­fest, was ihn sowohl für hei­ße als auch für kal­te Kli­ma­zo­nen geeig­net macht. Es ist glatt oder leicht gewellt und weist eine dich­te Unter­wol­le auf. Eines der auf­fäl­ligs­ten Merk­ma­le des Aus­tra­li­an She­p­herds sind sei­ne viel­fäl­ti­gen Fell­far­ben. Er kann in vier Haupt­far­ben auf­tre­ten: Schwarz, Rot, Blue Mer­le und Red Mer­le.

Die Mer­le-Far­ben sind beson­ders bemer­kens­wert. Ein Mer­le-Fell weist eine Mischung aus dunk­len Fle­cken oder Punk­ten auf einem hel­len Hin­ter­grund auf. Blue Mer­le ist eine ver­dünn­te, oder „auf­ge­hell­te“, Ver­si­on von Schwarz und erscheint als eine Mischung aus Grau­tö­nen von sehr hell bis dun­kel, oft mit schwar­zen Fle­cken. Red Mer­le ist eine ver­dünn­te Ver­si­on von Rot und kann eine Viel­zahl von Rosa- und Rot­to­nen auf­wei­sen, manch­mal mit dunk­le­ren roten Fle­cken.

Hin­weis: Es ist wich­tig zu beach­ten, dass zwei Mer­le-Hun­de nicht mit­ein­an­der ver­paart wer­den soll­ten, da dies zu gesund­heit­li­chen Pro­ble­men bei den Wel­pen füh­ren kann, ein­schließ­lich Taub­heit und Blind­heit!

Dar­über hin­aus kön­nen wei­ße und/oder kup­fer­far­be­ne Abzei­chen hin­zu­kom­men, die das Erschei­nungs­bild des Aus­sies noch inter­es­san­ter machen.

Ein wei­te­res bemer­kens­wer­tes Merk­mal sind die Augen des Aus­sies. Sie kön­nen blau, braun, bern­stein­far­ben oder sogar eine Kom­bi­na­ti­on die­ser Far­ben sein. Es ist auch nicht unge­wöhn­lich, dass ein Aus­sie zwei unter­schied­lich gefärb­te Augen hat, eine Eigen­schaft, die als Hete­ro­chro­mie bezeich­net wird.

Die Ohren des Aus­tra­li­an She­p­herds sind mit­tel­groß und hoch ange­setzt. Sie hän­gen in Ruhe­stel­lung nach unten und haben die Form eines Drei­ecks mit leicht gerun­de­ten Spit­zen. Im erreg­ten Zustand oder in Bewe­gung kön­nen die Ohren leicht nach vor­ne und oben gekippt wer­den.

Mit sei­nem leb­haf­ten Aus­druck, der agi­len Hal­tung und dem buschi­gen, leicht ange­ho­be­nen Schwanz ver­mit­telt der Aus­tra­li­an She­p­herd ins­ge­samt ein Bild von Ener­gie und Aus­dau­er, was sei­ne Her­kunft als Arbeits­hund wider­spie­gelt.

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Was ist ein Mini-Aus­sie?

Der Minia­tu­re Aus­tra­li­an She­p­herd, auch Mini-Aus­sie genannt, ist eine klei­ne­re Vari­an­te des Aus­tra­li­an She­p­herds. Im Ver­gleich zum Stan­dard-Aus­sie ist der Mini-Aus­sie sowohl in Bezug auf Grö­ße als auch auf das Gewicht klei­ner. Die Minia­tu­re Aus­tra­li­an She­p­herds haben eine Schul­ter­hö­he von etwa 33 bis 46 cm und ein Gewicht von etwa 9 bis 18 kg. Unter dem Namen Minia­tu­re Ame­ri­can She­perd sind Mini-Aus­sies mitt­ler­wei­le eine aner­kann­te Hun­de­ras­se und kön­nen auf­grund ihrer Grö­ße und ihres freund­li­chen Cha­rak­ters als attrak­ti­ve Opti­on für die­je­ni­gen ange­se­hen wer­den, die einen klei­ne­ren Hund bevor­zu­gen. Aber Ach­tung: Wie der Stan­dard-Aus­sie sind auch Mini-Aus­sies akti­ve und intel­li­gen­te Hun­de, die viel Bewe­gung und geis­ti­ge Sti­mu­la­ti­on benö­ti­gen!

Mini-Aussie-Welpe
Mini-Aus­sie-Wel­pe

Cha­rak­ter, Tem­pe­ra­ment & typi­sche Eigen­schaf­ten des Aus­sies

Der Aus­tra­li­an She­p­herd ist eine intel­li­gen­te, ener­gie­ge­la­de­ne und arbeits­wil­li­ge Hun­de­ras­se. Bekannt für sei­ne Viel­sei­tig­keit und sein anpas­sungs­fä­hi­ges Wesen, ist er in der Lage, eine Viel­zahl von Auf­ga­ben zu über­neh­men. Sei­ne ange­bo­re­ne Arbeits­lust prä­de­sti­niert ihn für die Rol­le eines exzel­len­ten Hüte­hun­des. Gleich­zei­tig berei­chert sein aus­ge­spro­chen freund­li­cher und ver­spiel­ter Cha­rak­ter jede Fami­lie, in der er ein lie­be­vol­les Zuhau­se fin­det.

Der Aus­sie hat einen star­ken Her­den­trieb, was bedeu­tet, dass er ger­ne die Kon­trol­le über­nimmt und eine Auf­ga­be benö­tigt, um sein Gehirn zu beschäf­ti­gen. Der Her­den­trieb kann ansons­ten auch zu einem Schutz­in­stinkt gegen­über sei­ner Fami­lie füh­ren. Wird ein Aus­sie ent­spre­chend aus­ge­las­tet kommt er in der Regel gut mit Kin­dern aus und ist ein star­ker und loya­ler Beschüt­zer für sie.

Der Hüte­in­stinkt kann aber auch dazu füh­ren, dass der Aus­sie ver­sucht, Men­schen oder ande­re Tie­re „zu hüten“, indem er sie leicht kneift oder umkreist. Des­halb ist es beson­ders wich­tig, ihm in jun­gen Jah­ren kla­re Gren­zen zu set­zen und auf eine lie­be­vol­le aber kon­se­quen­te Erzie­hung zu set­zen.

Der Aus­tra­li­an She­p­herd liebt es zu ren­nen, zu spie­len und neue Tricks zu ler­nen. Tat­säch­lich ist er oft ein Star in Hun­de­sport­ar­ten wie Agi­li­ty, Fly­ball, Tur­nier­hun­de­sport und Obe­dience auf­grund sei­ner hohen Intel­li­genz, Trai­nier­bar­keit und sei­nem aus­ge­präg­ten „Will-to-plea­se“.

Aller­dings kann sein hohes Ener­gie­le­vel auch dazu füh­ren, dass er sich ohne genü­gend geis­ti­ge und kör­per­li­che Sti­mu­la­ti­on leicht lang­weilt. Eine Unter­for­de­rung kann — wie bereits erwähnt — zu uner­wünsch­tem Ver­hal­ten füh­ren, wie zum Bei­spiel zu über­mä­ßi­gem Bel­len, Gra­ben oder Kau­en. Daher ist es wich­tig, sicher­zu­stel­len, dass Dein Aus­tra­li­an She­p­herd genü­gend Auf­ga­ben bekommt, die ihn aus­las­ten aber auch nicht über­las­ten.

Der Aus­sie ist außer­dem bekannt für sei­ne Loya­li­tät und Anhäng­lich­keit. Er neigt dazu, „sei­nen“ Men­schen sehr nahe zu sein und ist am glück­lichs­ten, wenn er Teil der Fami­li­en­ak­ti­vi­tä­ten ist. Die­ser Wunsch nach stän­di­ger Gesell­schaft kann aber auch zu Tren­nungs­angst füh­ren, wenn er für län­ge­re Zeit allei­ne gelas­sen wird.

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Hal­tung & Art­ge­rech­te Füt­te­rung des Aus­tra­li­an She­p­herds

Als akti­ver und ener­gie­ge­la­de­ner Hund benö­tigt der Aus­tra­li­an She­p­herd eine Men­ge Bewe­gung und men­ta­le Beschäf­ti­gung. Spa­zier­gän­ge, Denk­spie­le, Trai­nings­übun­gen und Hun­de­sport sind groß­ar­ti­ge Mög­lich­kei­ten, ihn fit zu hal­ten und gleich­zei­tig sei­ne Intel­li­genz her­aus­zu­for­dern.

Der Aus­sie ist ein viel­sei­ti­ger Hund, der sowohl in der Stadt als auch auf dem Land glück­lich sein kann, solan­ge sei­ne Bedürf­nis­se nach Bewe­gung und Beschäf­ti­gung erfüllt wer­den. Er ist kein Hund, der den gan­zen Tag allein im Gar­ten oder der Woh­nung ver­brin­gen soll­te. Statt­des­sen möch­te er am Fami­li­en­le­ben teil­ha­ben und sich als Teil des Rudels füh­len. Ein sicher ein­ge­zäun­ter Gar­ten kann ein tol­ler Ort für ihn sein, um her­um­zu­tol­len und Ener­gie zu ver­bren­nen. Den­noch soll­te der Gar­ten kein Ersatz für täg­li­che Spa­zier­gän­ge und Akti­vi­tä­ten außer­halb des Hau­ses sein.

Eine gesun­de und aus­ge­wo­ge­ne Ernäh­rung ist ent­schei­dend für Dei­nen Aus­tra­li­an She­p­herd. Die rich­ti­ge Füt­te­rung trägt nicht nur zur kör­per­li­chen Gesund­heit bei, son­dern auch zur Auf­recht­erhal­tung eines gesun­den Gewichts und einer opti­ma­len Ener­gie­ver­sor­gung. Bei der Aus­wahl des rich­ti­gen Fut­ters für Dei­nen Aus­tra­li­an She­p­herd ist es wich­tig, hoch­wer­ti­ges und aus­ge­wo­ge­nes Fut­ter zu wäh­len, das den Nähr­stoff­be­darf Dei­nes Hun­des deckt. Wir emp­feh­len das hoch­wer­ti­ge Nass­fut­ter von Ani­fit:

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Die rich­ti­ge Por­ti­ons­grö­ße hängt von ver­schie­de­nen Fak­to­ren wie Alter, Gewicht, Akti­vi­täts­le­vel und Stoff­wech­sel Dei­nes Hun­des ab. Es ist rat­sam, die Füt­te­rungs­emp­feh­lun­gen des Her­stel­lers als Aus­gangs­punkt zu ver­wen­den und die indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se Dei­nes Aus­tra­li­an She­p­herds zu berück­sich­ti­gen.

Zusätz­lich zur Haupt­nah­rung kannst Du auch gesun­de Snacks oder selbst­ge­mach­te Lecker­lis ver­wen­den, um Dei­nen Aus­sie zu beloh­nen oder ihn wäh­rend des Trai­nings zu moti­vie­ren. Es ist jedoch wich­tig, die Men­ge der Lecker­lis zu kon­trol­lie­ren, um eine Über­füt­te­rung und unge­woll­te Gewichts­zu­nah­me zu ver­mei­den.

Australian Shepherds sind aktive Hunde
Aus­tra­li­an She­p­herds sind akti­ve Hun­de

Was kos­tet ein Aus­tra­li­an She­p­herd?

Bei der Anschaf­fung eines Aus­tra­li­an She­p­herds gibt es eini­ge Kos­ten zu beach­ten. Die Prei­se für einen Wel­pen kön­nen je nach Züch­ter, Stamm­baum, Fell­far­be und geo­gra­fi­scher Lage vari­ie­ren. Im Durch­schnitt lie­gen die Kos­ten für einen Aus­tra­li­an She­p­herd-Wel­pen zwi­schen 800 und 2000 Euro.

Neben dem Kauf­preis gibt es aller­dings wei­te­re Kos­ten, die im Zusam­men­hang mit der Hal­tung eines Aus­sie anfal­len kön­nen. Zu den regel­mä­ßi­gen Aus­ga­ben gehö­ren Tier­arzt­kos­ten für Imp­fun­gen, Wurm­ku­ren und regel­mä­ßi­ge Unter­su­chun­gen, die jähr­li­che Hun­de­steu­er, Fut­ter­kos­ten, Hun­de­ver­si­che­run­gen sowie Kos­ten für Spiel­zeug, Hals­bän­der, Lei­nen und ande­ren Tier­be­darf.

Es ist auch wich­tig, die poten­zi­el­len lang­fris­ti­gen Kos­ten zu berück­sich­ti­gen, wie z.B. Tier­arzt­kos­ten im Fal­le von Krank­hei­ten oder Ver­let­zun­gen, Kos­ten für die regel­mä­ßi­ge Pfle­ge des Fells sowie Kos­ten für Hun­de­schu­len oder Hun­de­trai­ner, wenn zusätz­li­ches Trai­ning oder Ver­hal­tens­kor­rek­tu­ren erfor­der­lich sind.

Es ist rat­sam, vor der Anschaf­fung eines Aus­tra­li­an She­p­herds eine rea­lis­ti­sche Bud­get­pla­nung zu erstel­len um sicher­zu­ge­hen, dass man sich die Kos­ten für die art­ge­rech­te Pfle­ge, Ernäh­rung und medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung des Hun­des leis­ten kann.

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Wie schwer ist die Erzie­hung eines Aus­sies?

Die Erzie­hung eines Aus­tra­li­an She­p­herds erfor­dert Zeit, Geduld und Kon­se­quenz. Auch wenn die­se intel­li­gen­te Ras­se bestrebt ist zu gefal­len und in der Regel schnell lernt, ist es wich­tig, von Anfang an kla­re Regeln und Gren­zen zu set­zen.

Da Aus­tra­li­an She­p­herds einen star­ken Her­den­trieb haben, ist es wich­tig, ihnen früh­zei­tig bei­zu­brin­gen, dass sie Men­schen oder ande­re Tie­re nicht hüten sol­len. Dies erfor­dert eine kon­se­quen­te Erzie­hung und Beschäf­ti­gung und ist für Anfän­ger in der Hun­de­hal­tung oft­mals gar nicht so leicht.

Die Sozia­li­sie­rung ist eben­falls ein wich­ti­ger Teil der Erzie­hung eines Aus­sie. Es ist rat­sam, den Hund früh­zei­tig ver­schie­de­nen Umge­bun­gen, Men­schen und ande­ren Tie­ren aus­zu­set­zen, um sicher­zu­stel­len, dass er sich in allen Situa­tio­nen wohl und sicher fühlt. Posi­ti­ve Ver­stär­kungs­me­tho­den, wie Beloh­nun­gen und Lob, sind effek­ti­ve Wege, um den Aus­sie zu moti­vie­ren und sein Ver­hal­ten zu for­men.

Auf­grund ihrer Intel­li­genz und Ener­gie benö­ti­gen Aus­tra­li­an She­p­herds auch geis­ti­ge Sti­mu­la­ti­on und Beschäf­ti­gung. Das Ein­bin­den von Denk­spie­len, Such­spie­len und Hun­de­sport­ar­ten kann hel­fen, ihren Geist zu for­dern und ihnen eine sinn­vol­le Auf­ga­be zu geben.

Es ist wich­tig zu beden­ken, dass die Erzie­hung eines Aus­tra­li­an She­p­herds ein lebens­lan­ger Pro­zess ist. Kon­ti­nu­ier­li­ches Trai­ning und eine kla­re Kom­mu­ni­ka­ti­on sind ent­schei­dend, um einen gut erzo­ge­nen und aus­ge­gli­che­nen Part­ner zu haben. Wenn Du Schwie­rig­kei­ten bei der Erzie­hung hast oder unsi­cher bist, ist es rat­sam, einen Hun­de­trai­ner bzw. ein Hun­de­trai­ne­rin zu Rate zu zie­hen.

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Für wen eig­net sich die­se Ras­se?

Der Aus­tra­li­an She­p­herd ist eine leb­haf­te und akti­ve Ras­se, die sich gut für Men­schen eig­net, die ein akti­ves und sport­li­ches Leben füh­ren. Auf­grund des natür­li­chen Ener­gie­ni­veaus benö­ti­gen Aus­sie-Besit­zer aus­rei­chend Zeit und Enga­ge­ment, um den Hund zu beschäf­ti­gen und ihm kör­per­li­che und geis­ti­ge Sti­mu­la­ti­on zu bie­ten.

Die­se Ras­se ist ide­al für Per­so­nen oder Fami­li­en, die ger­ne im Frei­en aktiv sind, sei es beim Wan­dern, Jog­gen, Fahr­rad­fah­ren oder ande­ren sport­li­chen Akti­vi­tä­ten. Ein Aus­sie wird Dir ein treu­er Beglei­ter sein, der ger­ne an allen Akti­vi­tä­ten teil­nimmt.

Auf­grund ihrer hohen Intel­li­genz eig­nen sich Aus­tra­li­an She­p­herds auch gut für Men­schen, die Spaß dar­an haben, mit ihren Hun­den zu trai­nie­ren und neue Tricks zu erler­nen. Sie las­sen sich außer­dem leicht für ver­schie­de­ne Hun­de­sport­ar­ten wie Agi­li­ty, Obe­dience oder Fly­ball begeis­tern.

Da Aus­sies eine enge Bin­dung zu ihren Besit­zern haben und oft dazu nei­gen, eine star­ke Bin­dung zu einer ein­zel­nen Per­son auf­zu­bau­en, eig­nen sie sich gut für Ein­zel­per­so­nen oder Fami­li­en, die bereit sind, dem Hund viel Auf­merk­sam­keit und Zeit zu wid­men.

Es ist wich­tig zu beach­ten, dass der Aus­tra­li­an She­p­herd auf­grund sei­nes akti­ven und ener­gie­ge­la­de­nen Cha­rak­ters mög­li­cher­wei­se nicht die bes­te Wahl für Per­so­nen ist, die ein eher ruhi­ges oder zurück­ge­zo­ge­nes Leben füh­ren.

Die­se Ras­se kann auch für Erst­hun­de­be­sit­zer geeig­net sein, solan­ge die­se bereit sind, sich inten­siv mit der Erzie­hung, Sozia­li­sie­rung und Aus­las­tung des Hun­des zu befas­sen. Es ist rat­sam, sich vor der Anschaf­fung eines Aus­sie ein­ge­hend mit der Ras­se ver­traut zu machen, um sicher­zu­stel­len, dass man den Anfor­de­run­gen und Bedürf­nis­sen die­ses akti­ven und intel­li­gen­ten Hun­des gerecht wer­den kann.

Letzt­end­lich ist der Aus­tra­li­an She­p­herd ein treu­er, lie­be­vol­ler und enga­gier­ter Beglei­ter für die­je­ni­gen, die bereit sind, ihm die not­wen­di­ge Auf­merk­sam­keit, Bewe­gung und geis­ti­ge Sti­mu­la­ti­on zu bie­ten, die er ras­se­be­dingt braucht.

Aussies sind besonders hübsche Hunde
Aus­sies sind beson­ders hüb­sche Hun­de

Gesund­heit & ras­se­ty­pi­sche Erkran­kun­gen des Aus­sies

Der Aus­tra­li­an She­p­herd ist im All­ge­mei­nen eine robus­te und gesun­de Ras­se. Wie bei vie­len Hun­de­ras­sen gibt es jedoch bestimm­te gesund­heit­li­che Pro­ble­me, die bei die­ser Ras­se ver­mehrt auf­tre­ten kön­nen.

Eine häu­fi­ge gene­ti­sche Erkran­kung, die bei Aus­tra­li­an She­p­herds vor­kom­men kann, ist die Hüft­dys­pla­sie. Hier­bei han­delt es sich um eine Fehl­bil­dung des Hüft­ge­lenks, die zu Schmer­zen, Lahm­heit und Beein­träch­ti­gung der Bewe­gungs­fä­hig­keit füh­ren kann. Eine sorg­fäl­ti­ge Aus­wahl der Zucht­tie­re und regel­mä­ßi­ge tier­ärzt­li­che Unter­su­chun­gen kön­nen hel­fen, das Risi­ko zu mini­mie­ren.

Augen­pro­ble­me wie Kata­rak­te, Pro­gres­si­ve Reti­na­atro­phie (PRA) und ange­bo­re­ne Augen­feh­ler kön­nen eben­falls ver­mehrt bei die­ser Ras­se auf­tre­ten. Regel­mä­ßi­ge Augen­un­ter­su­chun­gen durch einen Tier­arzt oder einen spe­zia­li­sier­ten Augen­arzt sind wich­tig, um poten­zi­el­le Pro­ble­me früh­zei­tig zu erken­nen und zu behan­deln.

Ein wei­te­res Gesund­heits­pro­blem, das bei Aus­tra­li­an She­p­herds ver­mehrt auf­tre­ten kann, ist die Epi­lep­sie, eine neu­ro­lo­gi­sche Erkran­kung, die zu wie­der­keh­ren­den Anfäl­len führt. Eine früh­zei­ti­ge Dia­gno­se und eine ange­mes­se­ne medi­zi­ni­sche Behand­lung kön­nen dazu bei­tra­gen, die Anfäl­le zu kon­trol­lie­ren und die Lebens­qua­li­tät des Hun­des zu ver­bes­sern.

Es ist auch wich­tig das Gewicht Dei­nes Aus­sies im Blick zu behal­ten, da Über­ge­wicht zu einer Viel­zahl von Gesund­heits­pro­ble­men füh­ren kann. Eine aus­ge­wo­ge­ne Ernäh­rung, regel­mä­ßi­ge Bewe­gung und ange­mes­se­ne Por­ti­ons­grö­ßen sind ent­schei­dend, um das idea­le Gewicht Dei­nes Aus­tra­li­an She­p­herds zu erhal­ten.

Regel­mä­ßi­ge tier­ärzt­li­che Unter­su­chun­gen sind sehr wich­tig, um poten­zi­el­le Pro­ble­me früh­zei­tig zu erken­nen und zu behan­deln. Eine gute Pfle­ge, ein­schließ­lich regel­mä­ßi­gem Bürs­ten des Fells, Pfo­ten- und Kral­len­pfle­ge, Zahn­pfle­ge und Rei­ni­gung der Ohren, trägt eben­falls zur Gesund­heit und zum Wohl­be­fin­den Dei­nes Hun­des bei.

Der Australian Shepherd ist mittlerweile zum Mode-Hund geworden
Der Aus­tra­li­an She­p­herd ist mitt­ler­wei­le zum Mode-Hund gewor­den

Fazit zu die­ser beson­de­ren Hun­de­ras­se

Der Aus­tra­li­an She­p­herd ist nicht nur ein fas­zi­nie­ren­der Hüte­hund, son­dern auch ein lie­be­vol­les Fami­li­en­mit­glied und ein enga­gier­ter Beglei­ter. Mit sei­nem freund­li­chen und ver­spiel­ten Cha­rak­ter bringt er Freu­de und Ener­gie in jeden Haus­halt. Sei­ne Intel­li­genz und Loya­li­tät machen ihn außer­dem zu einem fabel­haf­ten Trai­nings­part­ner, der stets bereit ist, neue Her­aus­for­de­run­gen anzu­neh­men.

Aller­dings ist es wich­tig zu beto­nen, dass der Aus­tra­li­an She­p­herd eine Ras­se ist, die viel Auf­merk­sam­keit und Enga­ge­ment erfor­dert. Sein akti­ves Natu­rell und sein aus­ge­präg­ter Arbeits­trieb machen ihn zu einem Hund, der viel Bewe­gung und Beschäf­ti­gung benö­tigt. Daher ist es wich­tig, ihm aus­rei­chend Zeit und Raum für kör­per­li­che Akti­vi­tä­ten zu geben und ihn geis­tig zu for­dern.

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Christina Williger

Christina Williger
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen, Gründerin

Im Laufe meines Lebens hatte (und habe) ich schon unzählige Haustiere. Zudem war ich fast 20 Jahre lang im Pferdesport sowie im Hundesport aktiv. Meine Tierliebe veranlasste mich dazu, als Bloggerin & Autorin im Heimtierbereich tätig zu werden und meine langjährigen Erfahrungen und mein umfangreiches Wissen über Tiere mit anderen zu teilen. Inspiriert durch die gesundheitlichen Herausforderungen meines Hundes Aragon habe ich mich außerdem zur zertifizierten Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen weitergebildet. Mit meinen Büchern und Blogs möchte ich das Bewusstsein für die Bedürfnisse unserer Haustiere schärfen, deren Lebensqualität nachhaltig verbessern und so zu einem harmonischeren Zusammenleben von Mensch und Tier beitragen.