Trau­meel für Hun­de: Anwen­dung, Dosie­rung & was die Stu­di­en­la­ge sagt

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Trau­meel gehört zu den bekann­tes­ten homöo­pa­thi­schen Mit­teln für Hun­de. Vie­le Hal­te­rin­nen und Hal­ter grei­fen nach einem Sturz, einer Prel­lung oder bei stei­fen Gelen­ken dazu, weil es als gut ver­träg­lich gilt und ohne Rezept erhält­lich ist. Gleich­zei­tig ist kaum ein The­ma so umstrit­ten wie die Fra­ge, ob Homöo­pa­thie über einen Pla­ce­bo­ef­fekt hin­aus wirkt.

In die­sem Bei­trag erfährst du, was in Trau­meel steckt, wel­che Vari­an­ten es für Tie­re gibt, wie es laut Packungs­bei­la­ge dosiert wird und was die For­schung dazu sagt. Außer­dem zei­ge ich dir, wann du nicht auf ein homöo­pa­thi­sches Mit­tel set­zen, son­dern die Tier­arzt­pra­xis auf­su­chen soll­test.

Traumeel Hund
Trau­meel Hund

Das Wich­tigs­te in Kür­ze zu Trau­meel

Trau­meel ist ein homöo­pa­thi­sches Kom­plex­mit­tel aus zwölf stark ver­dünn­ten pflanz­li­chen und mine­ra­li­schen Bestand­tei­len. Für Hun­de und Kat­zen gibt es Trau­meel T ad us. vet. als regis­trier­tes homöo­pa­thi­sches Tier­arz­nei­mit­tel. Für die Regis­trie­rung muss­te der Her­stel­ler kei­ne Wirk­sam­keit nach­wei­sen.

  • Trau­meel T ad us. vet. ist als Tablet­te für Hun­de und Kat­zen erhält­lich, Trau­meel LT ad us. vet. zusätz­lich für Nutz­tie­re und Pfer­de.
  • Eine Aus­wer­tung aller pla­ce­bo­kon­trol­lier­ten Stu­di­en zur Homöo­pa­thie bei Tie­ren fand nur zwei ver­läss­li­che Stu­di­en und sehr begrenz­te Hin­wei­se auf eine Wir­kung über Pla­ce­bo hin­aus.
  • Trau­meel ersetzt kein Schmerz­mit­tel und kei­ne Unter­su­chung bei Lahm­heit, Schwel­lung oder Ver­let­zung.
  • Hun­de mit einer All­er­gie gegen Korb­blüt­ler soll­ten Trau­meel nicht bekom­men.

Was ist Trau­meel?

Trau­meel ist ein homöo­pa­thi­sches Kom­plex­mit­tel des Her­stel­lers Heel aus Baden-Baden. Es ent­hält zwölf Bestand­tei­le in homöo­pa­thi­scher Ver­dün­nung, die meis­ten davon pflanz­li­chen Ursprungs:

  • Arni­ca mon­ta­na (Berg­wohl­ver­leih)
  • Cal­en­du­la offi­ci­na­lis (Rin­gel­blu­me)
  • Hama­me­lis vir­gi­nia­na (Vir­gi­ni­sche Zau­ber­nuss)
  • Achil­lea mil­le­fo­li­um (Schaf­gar­be)
  • Atro­pa bel­la­don­na (Toll­kir­sche)
  • Aco­ni­tum napel­lus (Blau­er Eisen­hut)
  • Cha­mo­mil­la recu­ti­ta (Kamil­le)
  • Sym­phy­tum offi­ci­na­le (Bein­well)
  • Bel­lis peren­nis (Gän­se­blüm­chen)
  • Echinacea angusti­fo­lia (Schmal­blätt­ri­ger Son­nen­hut)
  • Echinacea pur­pu­rea (Pur­pur­son­nen­hut)
  • Hyperi­cum per­fo­ra­tum (Johan­nis­kraut)

Homöo­pa­thi­sche Mit­tel beru­hen auf dem Prin­zip „Ähn­li­ches mit Ähn­li­chem behan­deln“ und auf der Annah­me, dass stark ver­dünn­te Sub­stan­zen eine Wir­kung ent­fal­ten. Meh­re­re Bestand­tei­le wie Toll­kir­sche und Eisen­hut sind in unver­dünn­ter Form für Hun­de gif­tig. In Trau­meel lie­gen sie so stark ver­dünnt vor, dass davon kei­ne Ver­gif­tung aus­geht. Für die Regis­trie­rung darf ein homöo­pa­thi­sches Tier­arz­nei­mit­tel laut EU-Tier­arz­nei­mit­tel­ver­ord­nung höchs­tens einen Teil Urtink­tur auf 10.000 Tei­le ent­hal­ten. Ver­su­che, so ein Mit­tel aus den Aus­gangs­pflan­zen selbst her­zu­stel­len, sind des­halb gefähr­lich.

Wich­tig ist auch der Unter­schied zu Pflan­zen­heil­kun­de: Trau­meel ist kein Kräu­ter­prä­pa­rat, auch wenn die Bestand­tei­le aus Pflan­zen stam­men. Pflanz­li­che Arz­nei­mit­tel ent­hal­ten mess­ba­re Wirk­stoff­men­gen, homöo­pa­thi­sche Mit­tel dage­gen stark ver­dünn­te Aus­gangs­stof­fe.

Wel­che Vari­an­ten gibt es für Hun­de?

Für Tie­re gibt es zwei Vari­an­ten mit dem Zusatz „ad us. vet.“, also „zur Anwen­dung beim Tier“:

Vari­an­teZiel­tie­reForm
Trau­meel T ad us. vet.Hund, Kat­zeTablet­ten
Trau­meel LT ad us. vet.Pferd, Rind, Schwein, Schaf, Zie­ge, Hund, Kat­zeTablet­ten, Injek­ti­ons­lö­sung für die Tier­arzt­pra­xis
Traumeel gibt es als Tabletten Ampullen oder als Gel
Trau­meel gibt es als Tablet­ten, Ampul­len oder als Gel

Ach­te beim Kauf in der Apo­the­ke auf den Zusatz „ad us. vet.“, damit du die Vari­an­te für Tie­re bekommst. Trau­meel S ist die Vari­an­te für Men­schen, unter ande­rem als Trop­fen und Gel. Die Trop­fen ent­hal­ten Alko­hol und sind für Hun­de nicht geeig­net. Ob ein Human­prä­pa­rat wie das Gel bei dei­nem Hund sinn­voll ist, sprich vor­her mit der Tier­arzt­pra­xis ab. Beim Gel kommt dazu, dass Hun­de es able­cken; ein Leck­schutz ver­hin­dert das.

Wofür wird Trau­meel bei Hun­den ein­ge­setzt?

Trau­meel wird bei Hun­den vor allem bei Prel­lun­gen, Ver­stau­chun­gen, Zer­run­gen, Blut­ergüs­sen und bei Gelenk­be­schwer­den ein­ge­setzt. Als regis­trier­tes homöo­pa­thi­sches Tier­arz­nei­mit­tel hat Trau­meel T ad us. vet. aller­dings kein zuge­las­se­nes Anwen­dungs­ge­biet. Die EU-Tier­arz­nei­mit­tel­ver­ord­nung schreibt sogar vor, dass auf der Packung und in der Packungs­bei­la­ge sol­cher Mit­tel kein the­ra­peu­ti­sches Anwen­dungs­ge­biet ste­hen darf. Der Her­stel­ler muss­te für die Regis­trie­rung nach­wei­sen, dass das Mit­tel sicher und in gleich­blei­ben­der Qua­li­tät her­ge­stellt ist, nicht aber, dass es wirkt.

Für mich als ange­hen­de Tier­phy­sio­the­ra­peu­tin ist bei sol­chen Beschwer­den ein ande­rer Punkt ent­schei­dend: Hin­ter einer ver­meint­li­chen Prel­lung kann ein Bän­der­riss, eine Frak­tur oder eine Ent­zün­dung ste­cken, die eine ganz ande­re Behand­lung braucht. Wer in so einem Fall tage­lang nur Glo­bu­li oder Tablet­ten gibt, ver­liert wert­vol­le Zeit.

Wann muss mein Hund mit einer Ver­let­zung zum Tier­arzt?

Ein Hund mit einer Ver­let­zung gehört in die Tier­arzt­pra­xis, wenn er ein Bein gar nicht belas­tet, die Lahm­heit nach ein bis zwei Tagen nicht deut­lich bes­ser wird oder eine Stel­le stark anschwillt, warm wird oder bei Berüh­rung schmerzt. Auch offe­ne Wun­den, Fie­ber, Apa­thie oder ein Unfall mit Sturz aus grö­ße­rer Höhe oder einem Zusam­men­stoß mit einem Auto sind ein Grund für eine sofor­ti­ge Unter­su­chung.

Die­se Warn­zei­chen soll­test du ken­nen:

  • Der Hund setzt das Bein gar nicht auf oder trägt es hoch.
  • Eine Lahm­heit bleibt län­ger als ein bis zwei Tage gleich oder wird schlim­mer.
  • Ein Gelenk ist dick, warm oder fühlt sich insta­bil an.
  • Der Hund jault bei Berüh­rung, zit­tert, hechelt in Ruhe oder will sich nicht hin­le­gen.
  • Es gibt eine offe­ne Wun­de, star­ke Blu­tung oder einen Fremd­kör­per.
  • Der Hund wirkt matt, frisst nicht oder hat Fie­ber.

Bis zum Ter­min hilft Ers­te Hil­fe: Lass dei­nen Hund ruhen, füh­re ihn nur kurz an der Lei­ne und küh­le fri­sche Prel­lun­gen mehr­mals kurz mit einem Kühl­pack, das du in ein Tuch wickelst. Eis gehört nie direkt auf die Haut. Wär­me passt erst spä­ter, wenn die aku­te Schwel­lung abge­klun­gen ist und die Tier­arzt­pra­xis grü­nes Licht gibt.

Nach einer Ver­let­zung kommt es auf den Wie­der­auf­bau an. In der Phy­sio­the­ra­pie sehe ich oft Hun­de, die eine Zer­rung längst über­stan­den haben, aber das Bein aus Gewohn­heit wei­ter scho­nen. Dar­aus ent­ste­hen Schon­hal­tun­gen, Ver­span­nun­gen und Mus­kel­ab­bau, die neue Beschwer­den aus­lö­sen. Eine lang­sam stei­gen­de Belas­tung mit kur­zen Run­den, Gehen auf unter­schied­li­chem Unter­grund und ein­fa­chen Übun­gen bringt die Mus­ku­la­tur zurück.

Was sagt die For­schung zur Wir­kung von Homöo­pa­thie bei Hun­den?

Ob homöo­pa­thi­sche Mit­tel bei Tie­ren über einen Pla­ce­bo­ef­fekt hin­aus wir­ken, ist wis­sen­schaft­lich nicht belegt. Eine Meta­ana­ly­se aller pla­ce­bo­kon­trol­lier­ten Stu­di­en zur Homöo­pa­thie bei Tie­ren aus dem Jahr 2015 fand 15 aus­wert­ba­re Stu­di­en. Neun davon hat­ten ein hohes Ver­zer­rungs­ri­si­ko, nur zwei lie­fer­ten nach Ein­schät­zung der Autoren ver­läss­li­che Ergeb­nis­se. Die Autoren, die selbst aus dem Umfeld der Homöo­pa­thie kom­men, spre­chen von „sehr begrenz­ten Hin­wei­sen“ auf eine Wir­kung und beto­nen, dass Zahl und Qua­li­tät der Stu­di­en kei­ne kla­re Aus­sa­ge zulas­sen.

Eine zwei­te Über­sichts­ar­beit der­sel­ben Autoren zu Stu­di­en, in denen Homöo­pa­thie mit ande­ren Behand­lun­gen ver­gli­chen wur­de, kam zu dem Schluss, dass die­se Stu­di­en wegen ihrer gerin­gen Zuver­läs­sig­keit kei­ne brauch­ba­re Aus­sa­ge über die Wirk­sam­keit bei Tie­ren erlau­ben. Auch der Wis­sen­schafts­rat der euro­päi­schen Aka­de­mien (EASAC) kam 2017 zu dem Ergeb­nis, dass es weder beim Men­schen noch in der Tier­me­di­zin belast­ba­re, repro­du­zier­ba­re Bele­ge für eine Wir­kung der Homöo­pa­thie über Pla­ce­bo hin­aus gibt.

Für Trau­meel beim Hund gibt es kei­ne hoch­wer­ti­gen pla­ce­bo­kon­trol­lier­ten Stu­di­en. Vie­le posi­ti­ve Erfah­rungs­be­rich­te las­sen sich auch anders erklä­ren: Prel­lun­gen und Zer­run­gen hei­len meist von selbst inner­halb weni­ger Tage. Außer­dem beob­ach­ten Hal­te­rin­nen und Hal­ter, die etwas geben, ihren Hund auf­merk­sa­mer. Für die Ein­schät­zung, ob ein Mit­tel wirkt, rei­chen Erfah­rungs­be­rich­te des­halb nicht aus.

War­um ist Trau­meel bei Hun­de­hal­tern so beliebt?

Trau­meel ist beliebt, weil es rezept­frei erhält­lich ist, als gut ver­träg­lich gilt und vie­len Men­schen aus der eige­nen Haus­apo­the­ke bekannt ist. Dazu kommt der Wunsch, dem eige­nen Hund mög­lichst sanft zu hel­fen und ihm Neben­wir­kun­gen klas­si­scher Schmerz­mit­tel zu erspa­ren.

Ich erle­be immer wie­der, wie vie­le Hal­te­rin­nen und Hal­ter zu Trau­meel grei­fen, oft ganz selbst­ver­ständ­lich. Den Wunsch dahin­ter kann ich gut nach­voll­zie­hen: Gera­de bei älte­ren Hun­den, die schon meh­re­re Medi­ka­men­te bekom­men, möch­te man nicht noch ein wei­te­res Mit­tel geben, das Magen oder Nie­ren belas­ten könn­te. Bedenk­lich fin­de ich es trotz­dem, denn gute Ver­träg­lich­keit ist nicht das­sel­be wie Wirk­sam­keit. Ein Mit­tel, das sicher ist, aber nicht nach­weis­lich hilft, kann trotz­dem scha­den: dann näm­lich, wenn ein Hund des­halb län­ger Schmer­zen hat, als nötig wäre, oder eine behand­lungs­be­dürf­ti­ge Ver­let­zung zu spät erkannt wird.

Wie wird Trau­meel beim Hund dosiert?

Laut Packungs­bei­la­ge von Trau­meel T ad us. vet. rich­tet sich die Dosis nach dem Kör­per­ge­wicht:

Kör­per­ge­wichtDosie­rung laut Packungs­bei­la­ge
bis 15 kg2 bis 3 mal täg­lich 1 Tablet­te
15 bis 25 kg2 bis 3 mal täg­lich 2 Tablet­ten
über 25 kg2 bis 3 mal täg­lich 3 Tablet­ten
Traumeel Tabletten für Hunde
Trau­meel Tablet­ten für Hun­de

Für aku­te Beschwer­den und für eine län­ge­re Anwen­dung nennt die Packungs­bei­la­ge abwei­chen­de Abstän­de. Die Tablet­ten las­sen sich in einem Stück Käse oder Leber­wurst geben. Wenn du Trau­meel län­ger als ein paar Tage gibst, sprich das mit der Tier­arzt­pra­xis ab, damit eine behand­lungs­be­dürf­ti­ge Ursa­che nicht über­se­hen wird.

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Wel­che Neben­wir­kun­gen kann Trau­meel haben?

Laut Packungs­bei­la­ge sind kei­ne spe­zi­fi­schen Neben­wir­kun­gen und kei­ne Wech­sel­wir­kun­gen bekannt. Bei Hun­den mit einer All­er­gie gegen Korb­blüt­ler sind Über­emp­find­lich­keits­re­ak­tio­nen mög­lich, weil Arni­ka, Rin­gel­blu­me, Schaf­gar­be, Kamil­le, Gän­se­blüm­chen und Son­nen­hut zu die­ser Pflan­zen­fa­mi­lie gehö­ren.

In der Homöo­pa­thie ist oft von einer „Erst­ver­schlim­me­rung“ die Rede, also einer vor­über­ge­hen­den Ver­schlech­te­rung der Beschwer­den nach der Gabe. Dafür gibt es kei­nen wis­sen­schaft­li­chen Beleg. Wenn es dei­nem Hund nach der Gabe schlech­ter geht, war­te nicht ab, son­dern lass ihn unter­su­chen.

Wann soll­te ein Hund kein Trau­meel bekom­men?

Trau­meel soll­te ein Hund nicht bekom­men, wenn er auf einen der Bestand­tei­le oder auf Korb­blüt­ler all­er­gisch reagiert. Bei träch­ti­gen oder säu­gen­den Hün­din­nen gehört die Gabe vor­her in die Abstim­mung mit der Tier­arzt­pra­xis. Und bei allen Beschwer­den, die nicht inner­halb weni­ger Tage deut­lich bes­ser wer­den, soll­te Trau­meel kei­ne Unter­su­chung erset­zen.

Wel­che Alter­na­ti­ven gibt es zu Trau­meel?

Bei Schmer­zen und Ent­zün­dun­gen ste­hen Tier­arz­nei­mit­tel mit nach­ge­wie­se­ner Wir­kung zur Ver­fü­gung, vor allem ent­zün­dungs­hem­men­de Schmerz­mit­tel wie Meloxi­cam oder Car­profen. Spe­zi­ell für Arthro­se kom­men außer­dem Gal­li­prant oder der Anti­kör­per Libre­la infra­ge, bei dem du die aktu­el­len Hin­wei­se zu Neben­wir­kun­gen ken­nen soll­test. Ande­re homöo­pa­thi­sche Mit­tel wie Arni­ca-Glo­bu­li oder Zeel haben die­sel­be dün­ne Stu­di­en­la­ge wie Trau­meel.

Alternativen und ergänzende Behandlungsmöglichkeiten
Trau­meel-Alter­na­ti­ven und ergän­zen­de Behand­lungs­mög­lich­kei­ten

Was kann ich zusätz­lich tun?

Bei Ver­let­zun­gen und Gelenk­be­schwer­den machen Maß­nah­men ohne Medi­ka­ment oft einen gro­ßen Unter­schied:

  • Phy­sio­the­ra­pie, um nach einer Ver­let­zung wie­der Mus­ku­la­tur auf­zu­bau­en und Schon­hal­tun­gen zu lösen.
  • Gewicht im Nor­mal­be­reich, weil jedes Kilo zu viel die Gelen­ke belas­tet.
  • Gelenk­prä­pa­ra­te mit Bedacht: Grün­lipp­mu­schel, Kol­la­gen oder MSM sind bei Gelenk­be­schwer­den beliebt. Als Ernäh­rungs­be­ra­te­rin rate ich, jedes Prä­pa­rat mit der Tier­arzt­pra­xis abzu­stim­men.
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Wei­te­re häu­fi­ge Fra­gen zu Trau­meel

Ist Trau­meel für Hun­de rezept­frei?

Ja. Trau­meel T ad us. vet. ist ein regis­trier­tes homöo­pa­thi­sches Tier­arz­nei­mit­tel und ohne Rezept in Apo­the­ken erhält­lich. Die Injek­ti­ons­lö­sung von Trau­meel LT gibt nur die Tier­arzt­pra­xis.

Wirkt Trau­meel bei Hun­den?

Eine Wir­kung über einen Pla­ce­bo­ef­fekt hin­aus ist nicht belegt. Für die Regis­trie­rung als homöo­pa­thi­sches Tier­arz­nei­mit­tel war kein Wirk­sam­keits­nach­weis nötig. Hoch­wer­ti­ge Stu­di­en zu Trau­meel beim Hund feh­len.

Kann ich mei­nem Hund Trau­meel S für Men­schen geben?

Trau­meel-Trop­fen für Men­schen ent­hal­ten Alko­hol und sind für Hun­de nicht geeig­net. Ob du ein ande­res Human­prä­pa­rat wie das Gel ver­wen­dest, sprich vor­her mit der Tier­arzt­pra­xis ab.

Wie lan­ge darf mein Hund Trau­meel bekom­men?

Die Packungs­bei­la­ge nennt Abstän­de für die aku­te und die län­ge­re Anwen­dung. Wer­den die Beschwer­den nicht inner­halb weni­ger Tage deut­lich bes­ser, gehört dein Hund in die Tier­arzt­pra­xis, statt die Gabe ein­fach fort­zu­set­zen.

Kann Trau­meel ein Schmerz­mit­tel erset­zen?

Nein. Bei deut­li­chen Schmer­zen, Lahm­heit oder Schwel­lun­gen braucht dein Hund eine Unter­su­chung und gege­be­nen­falls ein Schmerz­mit­tel mit nach­ge­wie­se­ner Wir­kung.

Darf ich Trau­meel mit ande­ren Medi­ka­men­ten kom­bi­nie­ren?

Laut Packungs­bei­la­ge sind kei­ne Wech­sel­wir­kun­gen bekannt. Sag dei­ner Tier­ärz­tin oder dei­nem Tier­arzt trotz­dem, dass dein Hund Trau­meel bekommt, damit alle Mit­tel im Blick sind.

Ach­tung: Ich erstel­le mei­ne Bei­trä­ge mit gro­ßer Sorg­falt, kann aber kei­ne Gewähr für Rich­tig­keit und Voll­stän­dig­keit über­neh­men. Sie die­nen der all­ge­mei­nen Infor­ma­ti­on von Hun­de­hal­te­rin­nen und Hun­de­hal­tern und erset­zen kei­ne per­sön­li­che Bera­tung, Unter­su­chung oder Dia­gno­se durch eine Tier­ärz­tin oder einen Tier­arzt. Wen­de dich bei Fra­gen zur Gesund­heit dei­nes Hun­des, etwa zu Risi­ken und Neben­wir­kun­gen von Medi­ka­men­ten oder Fut­ter­mit­teln, immer an eine Tier­arzt­pra­xis dei­nes Ver­trau­ens.

Quel­len

  • Mathie, R. T. und Clau­sen, J. (2015): Vete­ri­na­ry home­opa­thy: meta-ana­ly­sis of ran­do­mi­sed pla­ce­bo-con­trol­led tri­als. Home­opa­thy 104, 3 bis 8. doi: 10.1016/j.homp.2014.11.001
  • Mathie, R. T. und Clau­sen, J. (2015): Vete­ri­na­ry home­opa­thy: sys­te­ma­tic review of medi­cal con­di­ti­ons stu­di­ed by ran­do­mi­sed tri­als con­trol­led by other than pla­ce­bo. BMC Vete­ri­na­ry Rese­arch 11. doi: 10.1186/s12917-015‑0542‑2
  • Euro­pean Aca­de­mies’ Sci­ence Advi­so­ry Coun­cil (EASAC) (2017): Home­opa­thic pro­ducts and prac­ti­ces: asses­sing the evi­dence and ensu­ring con­sis­ten­cy in regu­la­ting medi­cal claims in the EU
  • Ver­ord­nung (EU) 2019/6 über Tier­arz­nei­mit­tel, Arti­kel 85 bis 87 (homöo­pa­thi­sche Tier­arz­nei­mit­tel)
  • Bio­lo­gi­sche Heil­mit­tel Heel GmbH: Packungs­bei­la­ge Trau­meel T ad us. vet., Tablet­ten, Reg.-Nr. 400178.00.00
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Christina Williger

Christina Williger
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen | Autorin | Gründerin von Hund-als-Haustier.de

Tiere sind seit jeher ein zentraler Teil meines Lebens. Durch meine langjährige Erfahrung mit verschiedenen Haustieren sowie fast 20 Jahre im Pferdesport und Hundesport habe ich ein tiefes Verständnis für ihre Bedürfnisse entwickelt. Die gesundheitlichen Herausforderungen meines Hundes Aragon haben mich dazu bewegt, mich intensiv mit Tierernährung zu beschäftigen und mich zur zertifizierten Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen weiterzubilden. Heute teile ich mein Wissen und meine Erfahrung in Büchern, Ratgebern und Fachartikeln rund um die artgerechte Tierhaltung sowie die Ernährung von Hunden und Katzen.