Sicher mit dem Hund lau­fen: Das soll­ten Sie beach­ten

Wer­bung — Bezahl­ter Wer­b­e­inhalt von SPORT 24. Der Online-Shop bie­tet Sport­ar­ti­kel für Trai­ning, Frei­zeit und Out­door-Akti­vi­tä­ten an. 

Gemein­sam mit dem Hund zu lau­fen kann die Fit­ness för­dern und die Bin­dung zwi­schen Mensch und Tier stär­ken. Ein Lauf ist jedoch etwas ande­res als ein gewöhn­li­cher Spa­zier­gang. Das Tem­po ist höher und die Belas­tung grö­ßer. Dazu kom­men plötz­li­che Rich­tungs­wech­sel, die sowohl für den Hund als auch für den Men­schen eine Her­aus­for­de­rung sein kön­nen.

Bevor Sie mit regel­mä­ßi­gem Lauf­trai­ning begin­nen, soll­te Ihr Hund kör­per­lich aus­ge­reift und gesund sein. Wann das der Fall ist, hängt unter ande­rem von Ras­se, Grö­ße und indi­vi­du­el­lem Ent­wick­lungs­stand ab. Wie lan­ge das Wachs­tum dau­ert, hängt unter ande­rem von Ras­se und Grö­ße ab. Bei gro­ßen Hun­den kann es län­ger dau­ern als bei klei­nen. Wenn Sie unsi­cher sind oder Ihr Hund bereits Beschwer­den an Gelen­ken, Kno­chen oder Pfo­ten hat­te, las­sen Sie sich am bes­ten tier­ärzt­lich bera­ten.

Auch die pas­sen­de Aus­rüs­tung trägt zu einem siche­ren Lauf bei. Gut sit­zen­de Lauf­schu­he mit einem geeig­ne­ten Pro­fil und wet­ter­fes­te Klei­dung kön­nen den Kom­fort ver­bes­sern und auf nas­sem oder unebe­nem Unter­grund für mehr Sicher­heit sor­gen. Lauf­schu­he mit gutem Grip und wet­ter­fes­te Lauf­klei­dung fin­den Sie bei SPORT 24.

Sicher mit dem Hund laufen: Das sollten Sie beachten
Sicher mit dem Hund lau­fen: Das soll­ten Sie beach­ten

Die rich­ti­ge Aus­rüs­tung für Hund und Mensch

Ein gut sit­zen­des Geschirr kann beim Lau­fen eine gute Alter­na­ti­ve zum Hals­band sein, ins­be­son­de­re wenn der Hund an der Lei­ne zieht. Es soll­te den Druck gleich­mä­ßig ver­tei­len und die Schul­ter­be­we­gung nicht ein­schrän­ken. Nicht jedes Geschirr passt zu jedem Hund – des­halb soll­te es weder am Hals drü­cken noch in den Ach­seln scheu­ern.

Für den Men­schen kann ein Lauf­gurt mit einer elas­ti­schen Lei­ne prak­tisch sein. Er lässt die Hän­de frei und kann plötz­li­che Ruck­be­we­gun­gen etwas abfe­dern. Bevor Sie damit län­ge­re Stre­cken lau­fen, soll­ten Sie jedoch üben, wie Sie auf Rich­tungs­wech­sel oder plötz­li­ches Ste­hen­blei­ben reagie­ren. In der Nähe von Stra­ßen und Rad­we­gen sowie im Umgang mit ande­ren Ver­kehrs­teil­neh­mern ist beson­de­re Vor­sicht erfor­der­lich.

Reflek­tie­ren­de Ele­men­te und eine gute Beleuch­tung sind bei schlech­ten Sicht­ver­hält­nis­sen eben­falls sinn­voll. So wer­den Hund und Mensch von ande­ren bes­ser gese­hen.

Der Unter­grund spielt eine wich­ti­ge Rol­le

Asphalt und Pflas­ter kön­nen für die Gelen­ke belas­ten­der sein als wei­che­re Wege. An war­men Tagen kön­nen sich har­te Ober­flä­chen zudem stark auf­hei­zen und die emp­find­li­chen Pfo­ten­bal­len des Hun­des rei­zen oder ver­let­zen. Hal­ten Sie des­halb vor dem Lauf für eini­ge Sekun­den den Hand­rü­cken auf den Asphalt. Der Hand­rü­cken­test kann dabei nur als gro­be Ori­en­tie­rung die­nen. Wenn sich der Asphalt für Ihre Hand unan­ge­nehm heiß anfühlt, soll­ten Sie ihn für den Lauf mit Ihrem Hund mei­den. 

Wald- und Feld­we­ge sind oft abwechs­lungs­rei­cher und federn die Belas­tung bes­ser ab als har­te Böden. Sie brin­gen jedoch ande­re Her­aus­for­de­run­gen mit sich: Wur­zeln, Stei­ne, Matsch und rut­schi­ge Stel­len erhö­hen die Anfor­de­run­gen an Gleich­ge­wicht und Auf­merk­sam­keit.

Wäh­len Sie die Stre­cke nach dem Trai­nings­stand Ihres Hun­des und pas­sen Sie Tem­po und Län­ge an den Unter­grund an. Kon­trol­lie­ren Sie nach dem Lauf die Pfo­ten und ach­ten Sie auf Rötun­gen, klei­ne Ver­let­zun­gen oder auf­fäl­li­ges Lecken.

Wär­me, Pau­sen und aus­rei­chend Was­ser

Hun­de regu­lie­ren ihre Kör­per­tem­pe­ra­tur vor allem durch Hecheln und kön­nen bei war­mem oder schwü­lem Wet­ter schnell über­hit­zen. Wie gut ein Hund Wär­me ver­trägt, hängt unter ande­rem von Grö­ße, Fell, Alter, Gesund­heits­zu­stand und Trai­nings­ni­veau ab. Kurz­na­si­ge Ras­sen, älte­re Hun­de und Tie­re mit Über­ge­wicht kön­nen beson­ders emp­find­lich reagie­ren.

Ver­le­gen Sie das Trai­ning an war­men Tagen mög­lichst in die frü­hen Mor­gen- oder spä­ten Abend­stun­den. Pla­nen Sie Pau­sen ein und neh­men Sie aus­rei­chend Was­ser mit. Las­sen Sie den Hund regel­mä­ßig trin­ken, ver­mei­den Sie aber, dass er direkt vor oder nach einer inten­si­ven Belas­tung gro­ße Men­gen auf ein­mal trinkt. Ver­mei­den Sie gro­ße Mahl­zei­ten unmit­tel­bar vor inten­si­ver Belas­tung. Beson­ders bei gro­ßen Ras­sen mit tie­fem Brust­korb kön­nen meh­re­re Fak­to­ren das Risi­ko einer Magen­dre­hung erhö­hen. Las­sen Sie sich im Zwei­fel tier­ärzt­lich zu den pas­sen­den Füt­te­rungs­zei­ten bera­ten. Las­sen Sie sich im Zwei­fel tier­ärzt­lich bera­ten.

Star­kes oder unge­wöhn­lich anhal­ten­des Hecheln, Tau­meln, deut­li­che Schwä­che, Erbre­chen oder ein plötz­li­ches Zurück­fal­len kön­nen Anzei­chen einer Über­las­tung oder Über­hit­zung sein. Been­den Sie den Lauf sofort, brin­gen Sie den Hund in den Schat­ten, begin­nen Sie vor­sich­tig mit der Küh­lung und suchen Sie bei deut­li­chen oder anhal­ten­den Beschwer­den umge­hend tier­ärzt­li­che Hil­fe.

Lang­sam begin­nen und auf­merk­sam blei­ben

Auch ein fit­ter Hund muss sich an das Lau­fen gewöh­nen. Begin­nen Sie mit kur­zen Abschnit­ten und wech­seln Sie zunächst zwi­schen Gehen und locke­rem Tra­ben. Stei­gern Sie Distanz und Tem­po lang­sam über meh­re­re Wochen. So kön­nen sich Mus­keln, Seh­nen, Pfo­ten und Gelen­ke schritt­wei­se an die Belas­tung gewöh­nen.

Ach­ten Sie wäh­rend des gesam­ten Laufs auf das Ver­hal­ten Ihres Hun­des. Wenn er deut­lich lang­sa­mer wird, stark hechelt, lahmt oder nicht mehr frei­wil­lig wei­ter­lau­fen möch­te, soll­ten Sie eine Pau­se ein­le­gen oder die Ein­heit been­den.

Ein ver­ant­wor­tungs­vol­ler Lauf mit Hund rich­tet sich nicht nur nach dem eige­nen Trai­nings­plan. Ent­schei­dend ist, dass Stre­cke, Tem­po, Aus­rüs­tung und Wet­ter zu bei­den pas­sen. Wenn Sie lang­sam star­ten und die Signa­le Ihres Hun­des ernst neh­men, schaf­fen Sie gute Vor­aus­set­zun­gen für vie­le siche­re und ange­neh­me Läu­fe zu zweit.

FAQ: Häu­fi­ge Fra­gen zum Lau­fen mit Hund

Wel­che Hun­de­ras­sen eig­nen sich beson­ders zum Lau­fen?

Aus­dau­ern­de, mit­tel­gro­ße bis gro­ße Hun­de mit nor­ma­ler Schnau­zen­län­ge – etwa Viz­sla, Wei­ma­ra­ner, Dal­ma­ti­ner, Bor­der Col­lie oder Hus­ky-Misch­lin­ge – brin­gen die bes­ten Vor­aus­set­zun­gen mit. Kurz­na­si­ge Ras­sen wie Mops oder Bull­dog­ge, sehr schwe­re Ras­sen wie Bern­har­di­ner und Hun­de mit sehr kur­zen Bei­nen wie Dackel sind für regel­mä­ßi­ges Lauf­trai­ning weni­ger geeig­net.

Wie weit und wie oft kann ein Hund lau­fen?

Ein gesun­der, gut trai­nier­ter Hund schafft pro­blem­los 10 bis 15 Kilo­me­ter, man­che Ras­sen deut­lich mehr. Zwei bis drei Lauf­ein­hei­ten pro Woche mit Ruhe­ta­gen dazwi­schen sind ein guter Rah­men. Wich­ti­ger als die Kilo­me­ter­zahl ist, dass der Hund am nächs­ten Tag kei­ne Steif­heit oder Lahm­heit zeigt.

Gibt es beim Lau­fen mit Hund recht­li­che Vor­ga­ben?

Ja. Die Lei­nen­pflicht ist Län­der­sa­che und gilt vie­ler­orts ganz­jäh­rig in Parks und Wohn­ge­bie­ten, in Wäl­dern und Fel­dern häu­fig wäh­rend der Brut- und Setz­zeit (meist 1. April bis 15. Juli). Infor­mie­ren Sie sich vor dem Lauf über die Regeln Ihrer Gemein­de. Auf Feld­we­gen gilt zudem: Hun­de dür­fen Wild nicht het­zen.

Wie lang soll­te die Lei­ne beim Lau­fen sein?

Für Lauf­gur­te haben sich elas­ti­sche Lei­nen von etwa 1,5 bis 2,5 Metern bewährt. Zu kur­ze Lei­nen behin­dern die Schritt­fol­ge, zu lan­ge erschwe­ren die Kon­trol­le. Fle­xi-Lei­nen sind zum Lau­fen unge­eig­net, weil sie sich nicht schnell genug ver­kür­zen las­sen und Ver­let­zun­gen an Hän­den und Bei­nen ver­ur­sa­chen kön­nen.

Was ist Canicross?

Canicross ist die sport­li­che Form des Lau­fens mit Hund: Der Hund läuft im Zug­ge­schirr vor­an und ist über eine elas­ti­sche Lei­ne mit einem Hüft­gurt ver­bun­den. Es gibt Wett­kämp­fe über ver­schie­de­ne Distan­zen und eige­ne Ver­ei­ne, die auch Ein­stei­ger­kur­se anbie­ten.

Wor­auf muss ich beim Lau­fen im Win­ter ach­ten?

Streu­salz und Splitt rei­zen die Pfo­ten­bal­len – nach dem Lauf die Pfo­ten mit lau­war­mem Was­ser abspü­len. Bei Schnee bil­den sich zwi­schen den Bal­len Eis­klum­pen, gegen die es hilft, das Fell dort kurz zu hal­ten. Kurz­haa­ri­ge oder sehr schlan­ke Hun­de brau­chen bei Minus­gra­den unter Umstän­den einen Man­tel, solan­ge sie noch nicht auf­ge­wärmt sind.

Wann darf mein Hund nach dem Lau­fen fres­sen?

Frü­hes­tens eine Stun­de nach der Belas­tung, damit sich Kreis­lauf und Ver­dau­ung beru­hi­gen kön­nen. Das gilt vor allem für gro­ße Ras­sen mit tie­fem Brust­korb. Umge­kehrt soll­ten zwi­schen der letz­ten Mahl­zeit und dem Lauf min­des­tens zwei bis drei Stun­den lie­gen.

Kann ich auch mit einem älte­ren Hund lau­fen?

Bei Senio­rhun­den ent­schei­det weni­ger das Alter als der Gesund­heits­zu­stand von Gelen­ken und Herz. Kür­ze­re Ein­hei­ten in locke­rem Trab auf wei­chem Unter­grund sind meist mög­lich, ein Check beim Tier­arzt vor­ab ist aber emp­feh­lens­wert.

Gefällt Dir unser Bei­trag? Dann tei­le ihn doch mit Dei­nen Freun­den!
Christina Williger

Christina Williger
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen | Autorin | Gründerin von Hund-als-Haustier.de

Tiere sind seit jeher ein zentraler Teil meines Lebens. Durch meine langjährige Erfahrung mit verschiedenen Haustieren sowie fast 20 Jahre im Pferdesport und Hundesport habe ich ein tiefes Verständnis für ihre Bedürfnisse entwickelt. Die gesundheitlichen Herausforderungen meines Hundes Aragon haben mich dazu bewegt, mich intensiv mit Tierernährung zu beschäftigen und mich zur zertifizierten Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen weiterzubilden. Heute teile ich mein Wissen und meine Erfahrung in Büchern, Ratgebern und Fachartikeln rund um die artgerechte Tierhaltung sowie die Ernährung von Hunden und Katzen.