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Gemeinsam mit dem Hund zu laufen kann die Fitness fördern und die Bindung zwischen Mensch und Tier stärken. Ein Lauf ist jedoch etwas anderes als ein gewöhnlicher Spaziergang. Das Tempo ist höher und die Belastung größer. Dazu kommen plötzliche Richtungswechsel, die sowohl für den Hund als auch für den Menschen eine Herausforderung sein können.
Bevor Sie mit regelmäßigem Lauftraining beginnen, sollte Ihr Hund körperlich ausgereift und gesund sein. Wann das der Fall ist, hängt unter anderem von Rasse, Größe und individuellem Entwicklungsstand ab. Wie lange das Wachstum dauert, hängt unter anderem von Rasse und Größe ab. Bei großen Hunden kann es länger dauern als bei kleinen. Wenn Sie unsicher sind oder Ihr Hund bereits Beschwerden an Gelenken, Knochen oder Pfoten hatte, lassen Sie sich am besten tierärztlich beraten.
Auch die passende Ausrüstung trägt zu einem sicheren Lauf bei. Gut sitzende Laufschuhe mit einem geeigneten Profil und wetterfeste Kleidung können den Komfort verbessern und auf nassem oder unebenem Untergrund für mehr Sicherheit sorgen. Laufschuhe mit gutem Grip und wetterfeste Laufkleidung finden Sie bei SPORT 24.

Die richtige Ausrüstung für Hund und Mensch
Ein gut sitzendes Geschirr kann beim Laufen eine gute Alternative zum Halsband sein, insbesondere wenn der Hund an der Leine zieht. Es sollte den Druck gleichmäßig verteilen und die Schulterbewegung nicht einschränken. Nicht jedes Geschirr passt zu jedem Hund – deshalb sollte es weder am Hals drücken noch in den Achseln scheuern.
Für den Menschen kann ein Laufgurt mit einer elastischen Leine praktisch sein. Er lässt die Hände frei und kann plötzliche Ruckbewegungen etwas abfedern. Bevor Sie damit längere Strecken laufen, sollten Sie jedoch üben, wie Sie auf Richtungswechsel oder plötzliches Stehenbleiben reagieren. In der Nähe von Straßen und Radwegen sowie im Umgang mit anderen Verkehrsteilnehmern ist besondere Vorsicht erforderlich.
Reflektierende Elemente und eine gute Beleuchtung sind bei schlechten Sichtverhältnissen ebenfalls sinnvoll. So werden Hund und Mensch von anderen besser gesehen.
Der Untergrund spielt eine wichtige Rolle
Asphalt und Pflaster können für die Gelenke belastender sein als weichere Wege. An warmen Tagen können sich harte Oberflächen zudem stark aufheizen und die empfindlichen Pfotenballen des Hundes reizen oder verletzen. Halten Sie deshalb vor dem Lauf für einige Sekunden den Handrücken auf den Asphalt. Der Handrückentest kann dabei nur als grobe Orientierung dienen. Wenn sich der Asphalt für Ihre Hand unangenehm heiß anfühlt, sollten Sie ihn für den Lauf mit Ihrem Hund meiden.
Wald- und Feldwege sind oft abwechslungsreicher und federn die Belastung besser ab als harte Böden. Sie bringen jedoch andere Herausforderungen mit sich: Wurzeln, Steine, Matsch und rutschige Stellen erhöhen die Anforderungen an Gleichgewicht und Aufmerksamkeit.
Wählen Sie die Strecke nach dem Trainingsstand Ihres Hundes und passen Sie Tempo und Länge an den Untergrund an. Kontrollieren Sie nach dem Lauf die Pfoten und achten Sie auf Rötungen, kleine Verletzungen oder auffälliges Lecken.
Wärme, Pausen und ausreichend Wasser
Hunde regulieren ihre Körpertemperatur vor allem durch Hecheln und können bei warmem oder schwülem Wetter schnell überhitzen. Wie gut ein Hund Wärme verträgt, hängt unter anderem von Größe, Fell, Alter, Gesundheitszustand und Trainingsniveau ab. Kurznasige Rassen, ältere Hunde und Tiere mit Übergewicht können besonders empfindlich reagieren.
Verlegen Sie das Training an warmen Tagen möglichst in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden. Planen Sie Pausen ein und nehmen Sie ausreichend Wasser mit. Lassen Sie den Hund regelmäßig trinken, vermeiden Sie aber, dass er direkt vor oder nach einer intensiven Belastung große Mengen auf einmal trinkt. Vermeiden Sie große Mahlzeiten unmittelbar vor intensiver Belastung. Besonders bei großen Rassen mit tiefem Brustkorb können mehrere Faktoren das Risiko einer Magendrehung erhöhen. Lassen Sie sich im Zweifel tierärztlich zu den passenden Fütterungszeiten beraten. Lassen Sie sich im Zweifel tierärztlich beraten.
Starkes oder ungewöhnlich anhaltendes Hecheln, Taumeln, deutliche Schwäche, Erbrechen oder ein plötzliches Zurückfallen können Anzeichen einer Überlastung oder Überhitzung sein. Beenden Sie den Lauf sofort, bringen Sie den Hund in den Schatten, beginnen Sie vorsichtig mit der Kühlung und suchen Sie bei deutlichen oder anhaltenden Beschwerden umgehend tierärztliche Hilfe.
Langsam beginnen und aufmerksam bleiben
Auch ein fitter Hund muss sich an das Laufen gewöhnen. Beginnen Sie mit kurzen Abschnitten und wechseln Sie zunächst zwischen Gehen und lockerem Traben. Steigern Sie Distanz und Tempo langsam über mehrere Wochen. So können sich Muskeln, Sehnen, Pfoten und Gelenke schrittweise an die Belastung gewöhnen.
Achten Sie während des gesamten Laufs auf das Verhalten Ihres Hundes. Wenn er deutlich langsamer wird, stark hechelt, lahmt oder nicht mehr freiwillig weiterlaufen möchte, sollten Sie eine Pause einlegen oder die Einheit beenden.
Ein verantwortungsvoller Lauf mit Hund richtet sich nicht nur nach dem eigenen Trainingsplan. Entscheidend ist, dass Strecke, Tempo, Ausrüstung und Wetter zu beiden passen. Wenn Sie langsam starten und die Signale Ihres Hundes ernst nehmen, schaffen Sie gute Voraussetzungen für viele sichere und angenehme Läufe zu zweit.
FAQ: Häufige Fragen zum Laufen mit Hund
Ausdauernde, mittelgroße bis große Hunde mit normaler Schnauzenlänge – etwa Vizsla, Weimaraner, Dalmatiner, Border Collie oder Husky-Mischlinge – bringen die besten Voraussetzungen mit. Kurznasige Rassen wie Mops oder Bulldogge, sehr schwere Rassen wie Bernhardiner und Hunde mit sehr kurzen Beinen wie Dackel sind für regelmäßiges Lauftraining weniger geeignet.
Ein gesunder, gut trainierter Hund schafft problemlos 10 bis 15 Kilometer, manche Rassen deutlich mehr. Zwei bis drei Laufeinheiten pro Woche mit Ruhetagen dazwischen sind ein guter Rahmen. Wichtiger als die Kilometerzahl ist, dass der Hund am nächsten Tag keine Steifheit oder Lahmheit zeigt.
Ja. Die Leinenpflicht ist Ländersache und gilt vielerorts ganzjährig in Parks und Wohngebieten, in Wäldern und Feldern häufig während der Brut- und Setzzeit (meist 1. April bis 15. Juli). Informieren Sie sich vor dem Lauf über die Regeln Ihrer Gemeinde. Auf Feldwegen gilt zudem: Hunde dürfen Wild nicht hetzen.
Für Laufgurte haben sich elastische Leinen von etwa 1,5 bis 2,5 Metern bewährt. Zu kurze Leinen behindern die Schrittfolge, zu lange erschweren die Kontrolle. Flexi-Leinen sind zum Laufen ungeeignet, weil sie sich nicht schnell genug verkürzen lassen und Verletzungen an Händen und Beinen verursachen können.
Canicross ist die sportliche Form des Laufens mit Hund: Der Hund läuft im Zuggeschirr voran und ist über eine elastische Leine mit einem Hüftgurt verbunden. Es gibt Wettkämpfe über verschiedene Distanzen und eigene Vereine, die auch Einsteigerkurse anbieten.
Streusalz und Splitt reizen die Pfotenballen – nach dem Lauf die Pfoten mit lauwarmem Wasser abspülen. Bei Schnee bilden sich zwischen den Ballen Eisklumpen, gegen die es hilft, das Fell dort kurz zu halten. Kurzhaarige oder sehr schlanke Hunde brauchen bei Minusgraden unter Umständen einen Mantel, solange sie noch nicht aufgewärmt sind.
Frühestens eine Stunde nach der Belastung, damit sich Kreislauf und Verdauung beruhigen können. Das gilt vor allem für große Rassen mit tiefem Brustkorb. Umgekehrt sollten zwischen der letzten Mahlzeit und dem Lauf mindestens zwei bis drei Stunden liegen.
Bei Seniorhunden entscheidet weniger das Alter als der Gesundheitszustand von Gelenken und Herz. Kürzere Einheiten in lockerem Trab auf weichem Untergrund sind meist möglich, ein Check beim Tierarzt vorab ist aber empfehlenswert.






