Ei als Hun­de­fut­ter: Dür­fen Hun­de Eier essen?

Eine aus­ge­wo­ge­ne Ernäh­rung ist nicht nur für uns Men­schen, son­dern auch für die Gesund­heit Dei­nes Hun­des sehr wich­tig. Oft­mals lan­den im Fut­ter­napf eines Hun­des auch Nah­rungs­mit­tel, die der Mensch eben­falls ger­ne isst, aber dür­fen Hun­de Eier essen? Und wenn ja, dür­fen Hun­de rohe Eier essen oder müs­sen die Eier gekocht wer­den? Im fol­gen­den Bei­trag erfährst Du, was Du zum The­ma Eier für Hun­de unbe­dingt wis­sen soll­test.

Dür­fen Hun­de Eier essen?

Die kur­ze Ant­wort auf die Fra­ge, ob Hun­de Eier essen dür­fen lau­tet: Ja. Eier ent­hal­ten vie­le wert­vol­le Inhalts­stof­fe und sind sogar gesund für Hun­de. Doch wie bei vie­len Lebens­mit­teln kommt es auch bei Eiern auf die Zube­rei­tung und auf die Men­ge an.

Dürfen Hunde Eier essen

Eier als hoch­wer­ti­ger Bestand­teil der Hun­de­er­näh­rung

Hüh­ner­ei­er zäh­len zu den nähr­stoff­reichs­ten Lebens­mit­teln und sind wun­der­ba­re Pro­te­in­lie­fe­ran­ten. Sie ent­hal­ten vie­le wich­ti­ge essen­ti­el­le Fett- und Ami­no­säu­ren und ver­sor­gen Dei­nen Hund außer­dem mit wert­vol­len Vit­ami­nen und Mine­ral­stof­fen.

Kal­zi­um, Phos­phor, Natri­um und Eisen sind in Hüh­ner­ei­ern men­gen­mä­ßig am meis­ten ent­hal­ten. Mit Aus­nah­me von Vit­amin C, ent­hal­ten Eier außer­dem alle lebens­wich­ti­gen Vit­ami­ne. Vor allem Vit­amin A, das für die Funk­ti­on der Augen von beson­de­rer Bedeu­tung ist, und B‑Vitamine, die der Kör­per für die Funk­ti­on der Ner­ven­zel­len benö­tigt, sind in Hüh­ner­ei­ern reich­lich ent­hal­ten. Auch Leci­thin und Cho­le­ste­rin sind in Hüh­ner­ei­ern in einer beson­ders hohen Kon­zen­tra­ti­on ent­hal­ten. Die­se bei­den Stof­fe wer­den unter  ande­rem zur Zell­bil­dung benö­tigt.

Die im Dot­ter ent­hal­te­nen Eiweiß-Schwe­fel-Kom­bi­na­tio­nen und Fett­säu­ren sor­gen außer­dem für ein gesund glän­zen­des Hun­de­fell.

All die­se Inhalts­stof­fe machen Hüh­ner­ei­er zu einem hoch­wer­ti­gen Bestand­teil der Hun­de­er­näh­rung. Aller­dings muss hier unbe­dingt zwi­schen rohen und hart­ge­koch­ten Eiern unter­schie­den wer­den.

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Dür­fen Hun­de gekoch­te Eier essen?

Ja gekoch­te Eier sind dank ihrer hoch­wer­ti­gen Inhalts­stof­fe sehr gut für die Hun­de­er­näh­rung geeig­net. Du kannst Dei­nem Hund gekoch­te Eier sogar kom­plett mit Scha­le füt­tern.

Gene­rell soll­test Du aller­dings Bio-Eier beim Kauf bevor­zu­gen, da Eier aus kon­ven­tio­nel­ler Hal­tung oft­mals Rück­stän­de von Medi­ka­men­ten (wie zum Bei­spiel Anti­bio­ti­ka) ent­hal­ten.

Da Hüh­ner­ei­weiß rela­tiv viel schwe­fel­hal­ti­ge Ami­no­säu­ren ent­hält, soll­te es aller­dings nicht an Hun­de mit Leber­pro­ble­men ver­füt­tert wer­den.

Dürfen Hunde gekochte Eier essen

Wie vie­le Eier dür­fen Hun­de essen?

Eier sind dank ihrer Inhalts­stof­fe eine tol­le Nah­rungs­er­gän­zung für Dei­nen Hund, aller­dings eig­nen sie sich nicht als Haupt­mahl­zeit und soll­ten daher nur als Lecker­li zwi­schen­durch gefüt­tert wer­den. Einem grö­ße­ren Hund kannst Du etwa 2–3 mal die Woche ein gan­zes Ei (oder nur das Eigelb) füt­tern. Für klei­ne­re Hun­de soll­ten es nicht mehr als 1–2 Eier die Woche sein.

Bit­te beach­te, dass ein Hüh­ner­ei im Schnitt etwa 60–80 Kalo­rien hat. Wenn Dein Hund zu Über­ge­wicht neigt, soll­test Du gege­be­nen­falls die Haupt­mahl­zeit Dei­nes Hun­des etwas redu­zie­ren, wenn Du ihm ein Ei füt­terst.

Gefärb­te oder bemal­te Eier (wie zum Bei­spiel Oster­ei­er) soll­test Du Dei­nem Hund auf­grund der che­mi­schen Far­be übri­gens nicht ver­füt­tern.

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Dür­fen Hun­de rohe Eier essen?

Trotz all der hoch­wer­ti­gen Inhalts­stof­fe soll­test Du Dei­nen Hund nicht mit gan­zen rohen Eiern füt­tern.

Rohes Eiweiß ent­hält Bestand­tei­le (Avi­din und Tryp­sin­in­hi­bi­to­ren), die die Ver­dau­ung Dei­nes Hun­des beein­träch­ti­gen, Bio­tin bin­den und zu Man­gel­er­schei­nun­gen füh­ren kön­nen. Die Fol­ge wären stump­fes Fell, schup­pi­ge, tro­cke­ne Haut und Stoff­wech­sel­stö­run­gen.

Durch Erhit­zen des Eiwei­ßes wer­den die­se Bestand­tei­le inak­ti­viert und stel­len so kein Pro­blem mehr für Dei­nen Hund dar.

Eigelb ent­hält kei­nen die­ser bedenk­li­chen Inhalts­stof­fe und kann gene­rell auch roh an Hun­de ver­füt­tert wer­den. Hier­bei must Du aller­dings dar­auf ach­ten, nur sehr fri­sche Eier an Dei­nen Hund zu ver­füt­tern. Der Grund hier­für sind Sal­mo­nel­len.

Sal­mo­nel­len sind Bak­te­ri­en, die bei uns Men­schen und auch bei Hun­den Magen-Darm-Infek­tio­nen aus­lö­sen kön­nen. Sie kom­men vor allem auf der Eier­scha­le vor und kön­nen sich gera­de bei älte­ren, falsch gela­ger­ten Eiern rasant ver­meh­ren.

Eier soll­ten daher immer im Kühl­schrank (bei etwa 7 Grad) gela­gert wer­den. Das Erhit­zen der Eier über 70 Grad für min­des­tens 10 Minu­ten tötet die Sal­mo­nel­len ab.

Dürfen Hunde rohe Eier essen

Wie erken­ne ich fri­sche Eier?

Wenn Du Dei­nem Hund das Eigelb roh füt­tern möch­test, soll­test Du hier­für unbe­dingt nur fri­sche, durch­ge­hend gekühl­te Eier ver­wen­den, die ihr Min­dest­halt­bar­keits­da­tum noch nicht erreicht haben.

Um her­aus­zu­fin­den ob das Ei noch frisch genug ist, gibt es zwei rela­tiv ver­läss­li­che Tests:

  • Auf­schlag­test: Wenn Du das Ei auf­schlägst, soll­te das Eigelb deut­lich gewölbt und das Eiweiß in zäh- und dünn­flüs­si­ge Schich­ten geteilt sein. Bei älte­ren Eiern läuft das Eiweiß wie Was­ser aus­ein­an­der und das Eigelb ist abge­flacht. Älte­re Eier müs­sen vor dem Ver­füt­tern kom­plett durch­er­hitzt wer­den. Ein Ei, das bereits leicht schwe­fe­lig riecht, soll­te nicht mehr ver­füt­tert wer­den.
  • Schwimm­test: Wenn Du ein fri­sches Ei in ein Glas mit kal­tem Was­ser gibt, bleibt die­ses am Boden lie­gen. Soll­te es sich kom­plett auf­rich­ten oder leicht schwim­men, ist es ver­dor­ben und soll­te nicht mehr ver­füt­tert wer­den. Rich­tet sich das Ei nur ganz leicht auf und bleibt leicht schräg im Was­ser, ist es durch­er­hitzt in der Regel noch ess­bar.

Tipp: Das Min­dest­halt­bar­keits­da­tum der Eier abzüg­lich 28 Tage ist das Lege­da­tum. Eier schme­cken 3 bis 14 Tage nach dem Legen am bes­ten.

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Dür­fen Hun­de Eier­scha­le essen?

Ein beson­ders wert­vol­ler Inhalts­stoff von Eiern befin­det sich vor allem in deren Scha­le: Kal­zi­um. Die­ses wird vom Kör­per für die Kno­chen­bil­dung, Mus­kel­ar­beit und Blut­ge­rin­nung benö­tigt und trägt damit maß­geb­lich zur Gesund­heit Dei­nes Hun­des bei.

Eier­scha­len sind eine tol­le natür­li­che Kal­zi­um­quel­le für Dei­nen Hund und wer­den dank ihres gerin­gen Phos­phor­an­teils auch ger­ne als Nah­rungs­er­gän­zung zum Bei­spiel bei der BARF-Füt­te­rung ver­wen­det.

Wegen mög­li­cher Sal­mo­nel­len soll­ten Eier­scha­len vor dem Ver­füt­tern von Ver­un­rei­ni­gun­gen befreit und abge­kocht wer­den. Der Kal­zi­um­ge­halt der Eier­scha­le wird durch das Erhit­zen nicht beein­träch­tigt.

Damit der Hun­de­kör­per das Kal­zi­um aus den Eier­scha­len ver­wer­ten kann, müs­sen die­se mög­lichst fein zer­klei­nert wer­den. Zum Zer­klei­nern eig­nen sich Mixer, Kaf­fee­müh­len oder Mör­ser sehr gut.

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Wie kann ich die Eier für mei­nen Hund zube­rei­ten?

Hart­ge­koch­tes Ei, Spie­gelei, Rühr­ei oder doch ein pochi­er­tes Ei? Auch für Hun­de kannst Du die Zube­rei­tung je nach Vor­lie­be vari­ie­ren. Wich­tig ist, dass Du immer sicher­stellst, dass das Eiweiß voll­stän­dig geron­nen und durch­er­hitzt ist. Das Eigelb darf bei fri­schen Eiern ger­ne etwas flüs­sig blei­ben. Auf Salz oder sons­ti­ge Gewür­ze soll­test Du aller­dings bei der Zube­rei­tung für Dei­nen Hund ver­zich­ten.

All­er­gien und Fut­ter­mit­tel­un­ver­träg­lich­kei­ten gegen Hüh­ner­ei­weiß

All­er­gien und Unver­träg­lich­kei­ten gegen Hüh­ner­ei­weiß kom­men bei Hun­den ver­hält­nis­mä­ßig oft vor. Soll­te Dein Hund nach dem Ver­zehr von Hüh­ner­ei­ern Juck­reiz, Ver­dau­ungs- oder Atem­wegs­pro­ble­me zei­gen, soll­test Du das von Dei­nem Tier­arzt abklä­ren las­sen.

Fazit zu Eiern als Hun­de­fut­ter

Hat Dein Hund kei­ne Unver­träg­lich­keit gegen Hüh­ner­ei­er, darf er je nach Kör­per­grö­ße 1 bis 3 Eier pro Woche als gesun­de Nah­rungs­er­gän­zung essen. Fri­sches Eigelb darf auch roh gefüt­tert wer­den. Eiweiß darf auf­grund sei­ner Inhalts­stof­fe nicht roh son­dern nur gekocht (voll­stän­dig geron­nen) ver­füt­tert wer­den. Gekoch­te Eier­scha­le ist eine gute Kal­zi­um­quel­le für Hun­de. Damit der Kör­per Dei­nes Hund das Kal­zi­um gut auf­neh­men kann, soll­te die Eier­scha­le fein zer­klei­nert wer­den.

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Christina Williger

Christina Williger
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen, Gründerin

Im Laufe meines Lebens hatte (und habe) ich schon unzählige Haustiere. Zudem war ich fast 20 Jahre lang im Pferdesport sowie im Hundesport aktiv. Meine Tierliebe veranlasste mich dazu, als Bloggerin & Autorin im Heimtierbereich tätig zu werden und meine langjährigen Erfahrungen und mein umfangreiches Wissen über Tiere mit anderen zu teilen. Inspiriert durch die gesundheitlichen Herausforderungen meines Hundes Aragon habe ich mich außerdem zur zertifizierten Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen weitergebildet. Mit meinen Büchern und Blogs möchte ich das Bewusstsein für die Bedürfnisse unserer Haustiere schärfen, deren Lebensqualität nachhaltig verbessern und so zu einem harmonischeren Zusammenleben von Mensch und Tier beitragen.