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Parasiten beim Hund: Arten, Prophylaxe, Diagnose und Behandlung

Parasiten beim Hund sind nicht nur lästig, sondern auch gefährlich – sowohl für den Hund als auch für Dich. Denn viele Parasiten sind auch für den Menschen infektiös. Es ist daher für Mensch und Tier äußerst wichtig, dass der Vierbeiner frei von Parasiten ist. Wir zeigen Dir, welche Arten von Parasiten es beim Hund gibt, wie diese erkannt werden können (Diagnose von Parasiten) und welche Formen der Behandlung möglich sind. Außerdem erfährst Du in diesem Beitrag wie Du Vorsorgen kannst, damit Dein Hund erst gar nicht von Parasiten befallen wird.

Was sind Hunde-Parasiten?

Ein Parasit ist ein Lebewesen, dass sich von einem anderen Lebewesen ernährt oder sich mit dessen Hilfe fortpflanzt. Das vom Parasiten befallene Tier (oder auch der Mensch) wird als Wirt bezeichnet. Hunde- Parasiten sind also Schmarotzer, die einseitigen Nutzen aus dem Zusammenleben mit unseren Hunden ziehen. Bei diesem (für den Hund unfreiwilligen) Zusammenleben wird der Hund in der Regel geschädigt und es können außerdem Krankheiten übertragen und hervorgerufen werden.

Parasiten beim Hund
Parasiten beim Hund

Warum sind Parasiten gefährlich?

Eines vorweg: Nicht jeder Parasit ist gefährlich für Deinen Hund. Manche Parasiten sind für Deinen Hund einfach nur lästig. Dennoch sollte jeder Parasitenbefall behandelt werden.

Juckreiz und Haarausfall sind Krankheitssymptome die typischerweise von Parasiten ausgelöst werden. Wenn sich Deine Fellnase aufgrund des (teils sehr starken) Juckreizes kratzt und leckt werden Hautstellen verletzt. Hier entstehen dann oftmals Entzündungen und bakterielle Infektionen (sogenannte „Sekundärinfektionen„).

Zusätzlich sind viele Parasiten Überträger von Krankheitserregern (zum Beispiel von Bakterien oder Viren), die bei Deinem Vierbeiner ernsthafte Erkrankungen auslösen können.

Parasiten, die sich vom Blut Deines Hundes ernähren, können außerdem (bei starkem, dauerhaften Befall) zu einer sogenannten Anämie – einer Blutarmut – führen.

Manche Parasiten können außerdem vom Hund auf den Menschen übertragen werden und auch beim Menschen ernsthafte Erkrankungen auslösen. In diesem Zusammenhang spricht man von sogenannten „Zoonosen„. Als Zoonosen werden Infektionskrankheiten bezeichnet, die wechselseitig zwischen Menschen und Tieren übertragen werden können. Diese Infektionskrankheiten können von Parasiten, Bakterien, Viren, Pilzen oder Prionen verursacht werden.

Starker Juckreiz ist oftmals ein Anzeichen für einen Parasitenbefall beim Hund
Starker Juckreiz ist oftmals ein Anzeichen für einen Parasitenbefall beim Hund

Für welche Hunde sind Parasiten besonders gefährlich?

Ein parasitärer Befall des Hundes bleibt oft unbemerkt. Ansonsten gesunde, erwachsene Hunde zeigen oftmals keine deutlichen Symptome, auch wenn sie mit gefährlichen Parasiten infiziert sind. Dies ist der Grund, warum viele Hunde keine angemessene Behandlung gegen Parasiten bekommen. Doch die Parasiten können für den Hund gefährlich werden. Vor allem sehr junge oder auch betagte Hunde leiden meist stark unter dem parasitären Befall. Auch immungeschwächten Tieren können Parasiten sehr gefährlich werden.

Wie verbreiten sich Hunde-Parasiten?

Parasiten können sich überall dort ungehindert verbreiten, wo sich viele Hunde aufhalten. Eine große Hundedichte ist beispielsweise in Tierheimen und Tierpensionen gegeben. Aber auch in Haushalten mit mehreren Hunden (und anderen Haustieren) oder Hundeplätzen finden Parasiten geeignete Wirte, um sich zu vermehren.

Manche Parasiten (wie zum Beispiel Milben und Flöhe) können direkt von Hund zu Hund übertragen werden. Andere Parasiten (oder deren Eier/Larven) werden zum Beispiel über den Kot ausgeschieden und durch Kontakt (bzw. das Fressen dieses Kotes) auf andere Tiere übertragen. Teilweise können Parasiten auch über (Stech-)Mücken übertragen werden. Manche Parasiten brauchen auch sogenannte „Zwischenwirte“ (also andere Tiere) in denen sie sich entwickeln können, bevor sie ihren Endwirt – Deinen Hund – befallen können.

Hunde-Parasiten können auch auf Menschen übergehen
Hunde-Parasiten können auch auf Menschen übergehen

Kategorien von Parasiten: Ektoparasiten vs. Endoparasiten

Es werden zwei verschiedene Kategorien von Parasiten unterschieden: Ektoparasiten und Endoparasiten. Unter Endoparasiten werden Parasiten verstanden, die sich im Inneren des Hundekörpers ansiedeln. Zu den Endoparasiten zählen vor allem Würmer und Einzeller. Sie leben in den Organen des Hundes wie Lunge, Herz und Darm. Ektoparasiten siedeln sich im Gegensatz zu Endoparasiten auf der Körperoberfläche des Hundes an. Zu den bekannten Ektoparasiten zählen beispielsweise Zecken, Flöhe oder auch Milben. Die meisten dieser Ektoparasiten treten vor allem in der warmen Jahreszeit auf. Im Sommer ist es daher besonders wichtig auf Symptome eines Parasitenbefalls zu achten.

Flöhe bei Hunden

Sehr weit verbreitet bei Hunden sind Flöhe. Flöhe ernähren sich vom Blut des Hundes und können dadurch eine Flohspeichelallergie beim Hund auslösen. Erkennbar ist ein Flohbefall durch heftigen Juckreiz und Veränderungen der Haut, die meist durch starkes Kratzen entstehen. Flöhe können mit bloßem Auge erkannt werden und sind tief im Fell zu finden. Bei Flohbefall finden sich im Fell oft auch dunkle Krümel – dies sind die Ausscheidungen der Flöhe. Ist der eigene Hund von Flöhen befallen, besteht schneller Handlungsbedarf. Flöhe können vom Hund auf den Menschen übergehen und sowohl an den Hund als auch an Menschen verschiedene Krankheiten übertragen. Es gibt verschiedenste Mittel, die Flöhe beim Hund wirksam bekämpfen.

Flöhe - lästige Parasiten beim Hund
Flöhe sind lästige Parasiten beim Hund

Zecken bei Hunden

Zecken halten sich vor allem im Gras, in Büschen und im Unterholz auf. Das bedeutet, dass jeder Spaziergang mit dem Hund potenziell eine Gefahr für einen Zeckenbefall darstellt. Daher ist es wichtig, den Vierbeiner regelmäßig auf Zecken zu untersuchen. Denn die unliebsamen Tierchen können Überträger von Borrelien, Babesien und Anaplasmen sein. Wenn Zecken beim Hund entdeckt werden, sollten diese so schnell wie möglich entfernt werden, bevor sie sich mit Blut vollsaugen. Zecken können auch uns Menschen befallen und ebenfalls Krankheiten an uns übertragen.

Zecken - lästige Exoparasiten beim Hund
Zecken: Lästige Exoparasiten beim Hund

Milben bei Hunden

Wenn Milben es sich im Fell von Hunden gemütlich machen, kann das zu starkem Juckreiz, schuppiger Haut und einem stumpfen Fell führen. Bei sogenannten Demodex-Milben kann das Krankheitsbild sogar noch schlimmer werden. Bei immungeschwächten Hunden breiten sich Milben exponentiell aus, was zu Pusteln, Rötungen oder sogar dem Verlust des Fells führen kann. Ohrmilben nisten sich – wie der Name bereits sagt – in den Ohren des Hundes ein. Ohrmilben können nicht nur zu einem unangenehmen Juckreiz, sondern auch zu einer ausgewachsenen Ohrenentzündung führen. Beim Hund sind Ohrenmilben daran zu erkennen, dass sich der Hund über die Maßen am Ohr kratzt oder den Kopf am Boden reibt.

Ohrmilben beim Hund
Ohrmilben beim Hund

Würmer im Darm

Sehr häufig sind Hunde von Würmern befallen. Es werden Haken-, Band-, Peitschen- und Spulwürmer unterschieden. Sie siedeln sich gerne im Dick- und Dünndarm des Hundes an. Für ausgewachsene Hunde sind Würmer im Normalfall unproblematisch. Wenn jedoch Welpen von Würmern befallen sind, führt das oft zu Durchfällen und Gewichtsverlust. Manche Würmer können auch Menschen befallen.

Bandwürmer bei Hunden

Zwar leiden in deutschen Gefilden deutlich mehr Hunde unter Spulwürmern, doch ab und zu werden auch Bandwürmer bei Hunden entdeckt. Sie leben im Enddarm und ernähren sich von den Nährstoffen, die sie dem Hund damit entziehen. Bleibt ein Bandwurmbefall unbehandelt, vermehren sie sich stark und greifen im schlimmsten Fall auch die Organe des Hundes an. Typische Symptome eines Befalls mit Bandwürmern sind Erbrechen und Durchfall, sowie Juckreiz im Anus-Bereich und Gewichtsverlust.

Würmer - Endoparasiten beim Hund
Hundespulwürmer: Endoparasiten beim Hund

Würmer in der Lunge

Doch Würmer können sich nicht nur im Darm, sondern auch in der Lunge Deines Hundes ansiedeln. Sogenannte Lungenwürmer leben nicht nur in der Lunge, sondern vermehren sich auch dort. Die Wurmlarven werden entweder mit dem Kot ausgeschieden, oder hochgehustet und können sich so weiterverbreiten. Lungenwürmer sind vor allem für Welpen besonders gefährlich, die meist mit Fieber und Husten auf diese Parasiten reagieren.

Einzeller bei Hunden

Einzeller (auch Protozoen genannt) sind Lebewesen, die nur aus einer Zelle bestehen. Zu den häufigsten parasitären Einzellern, die beim Hund auftreten gehören zum Beispiel Kryptosporidien, die sich vor allem im Darm von Welpen einnisten. Dort verursachen sie mehr oder weniger starke Beschwerden. Vor allem Durchfall wird bei kleinen Hunden oft beobachtet. Ältere Hunde verspüren hingegen oft gar keine Symptome. Achtung, Kryptosporidien sind auch auf den Mensch übertragbar!)

Weitere Einzeller, die beim Hund häufig auftreten sind:

  • Giardien
  • Kokzidien
  • Neospora caninum
  • Hammondia heydorni
  • Sarcocystis canis
Giardien beim Hund
Giardien beim Hund

Exotische Parasiten

Neben den bisher genannten Arten von Parasiten gibt es auch immer mehr „exotische“ Parasiten, die sich auf bzw. in heimischen Hunden einnisten. Der Grund: Hunde werden zunehmend von Ihren Besitzern mit auf Reisen genommen. Darüber hinaus werden im Rahmen von Tierschutzprojekten viele Hunde aus Ost- und Südeuropa nach Deutschland „importiert“. Zu den exotischen Parasiten zählen beispielsweise sogenannte Herzwürmer und Leishmanien. Herzwürmer führen beim Hund zu Husten und Atemproblemen. Generell sind Hunde mit Herzwürmern weniger belastbar. Übertragen werden diese Parasiten durch Mücken.

Leishmanien bei Hunden

Leishmanien gehören zu den einzelligen Parasiten, die ebenfalls von Stechmücken übertragen werden. Sie sind vor allem in Süd- und Mitteleuropa sehr verbreitet. Leishmanien greifen das Immunsystem des Hundes an. Gängige Symptome sind Veränderungen der Haut, Bewegungsstörungen bis hin zur Lahmheit, Hautveränderungen und Gewichtsverlust. Hunde, die von Leishmanien befallen sind, müssen sich einer aufwändigen Behandlung unterziehen, da die Krankheit ansonsten chronisch verläuft.

Vorbeugende Behandlung von Hunden gegen Parasiten

Ist der Hund erst einmal von Parasiten befallen, ist die Behandlung oft relativ zeitaufwändig, kostenintensiv und unangenehm. Umso wichtiger ist es, vorbeugende Maßnahmen zu treffen, damit es erst gar nicht zu einem solchen Befall kommt. Möglichkeiten, um Parasiten fernzuhalten, gibt es viele. Eine sehr beliebte Methode sind sogenannte Repellentien. Darunter versteht man Stoffe und Mittel, die Parasiten meiden und sich deshalb davon fernhalten. Halsbänder für den Hund, die mit diesen Stoffen versetzt sind, können so wirksam beispielsweise Flöhe und Zecken fernhalten. Alternativ können sogenannte Spot-On Präparate direkt in den Nacken Deines Hundes gegeben werden.

Gegen Würmer hilft eine regelmäßige, Behandlung durch spezielle Tabletten oder Spot-On Präparate. Diese töten vorhandene Würmer ab. Dadurch wird zwar keine Neuinfektion verhindert, jedoch eine Vermehrung der vorhandenen Würmer gestoppt. Besonders trächtige Hündinnen sollten regelmäßig mit Tabletten entwurmt werden. So kann eine Infizierung der Welpen mit Spul- oder Hakenwürmern von vorneherein ausgeschlossen werden.

Wurmkuren werden oftmals ohne vorherige Untersuchung in regelmäßigen Abständen (zum Beispiel alle 3 Monate) standardmäßig durchgeführt. Da eine Wurmkur aber auch immer eine Belastung für den Körper Deines Hunde ist, kann es sinnvoll sein (vor einer etwaigen Behandlung) eine Kotprobe beim Tierarzt untersuchen zu lassen. Hier kann festgestellt werden, ob Dein Hund überhaupt von Würmern oder anderen Endoparasiten befallen ist. Denn nur dann ist die Durchführung einer Wurmkur überhaupt sinnvoll.

Halsband gegen Hunde-Parasiten
Halsband gegen Hunde-Parasiten

Weitere Maßnahmen zur Prophylaxe von Parasiten beim Hund

Besonders wichtig ist die Prophylaxe, wenn größere Hundegruppe zusammenkommen. Denn Parasiten verbreiten sich oft von Tier zu Tier. Tierheime, Tierpflegeeinrichtungen und Zuchten oder Haushalte mit mehreren Hunden sollten daher besonders strenge Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Auch der Urlaub im Süden ist nicht zu unterschätzen. Wenn der Hund mit in den Urlaub genommen wird, ist es wesentlich, auch einen Schutz gegen Stechmücken einzupacken, da Stechmücken exotische Parasiten übertragen können. Besonders aktiv sind Stechmücken in der Dunkelheit und der Dämmerung. Daher ist es ratsam, diese Tageszeiten mit ihrem Hund in geschlossenen Räumen zu verbringen. Wo immer möglich, können auch Netze und Insektensprays vor den gefährlichen Stechmücken schützen. Gegen Leishmanien und Babesien wurden mittlerweile Impfungen entwickelt. Diese sind jedoch nicht in jedem Land zugelassen.

Warum Händewaschen als Hundehalter wichtig ist

Um eine Ansteckung vom Tier zum Menschen zu verhindern, sollten sich Hundehalter zudem vor jeder einzelnen Mahlzeit gründlich die Hände waschen. Wenn in der Familie Kinder leben, sollten auch die Kinder diese Regel strikt befolgen. Generell ist es ratsam, den Tierarzt bereits bei der Parasiten-Prophylaxe zu involvieren. Denn dieser weiß am allerbesten, welche Methode für den jeweiligen Hund die richtige ist und in welcher Häufigkeit diese Anwendung finden sollten.

Diagnose von Parasiten beim Tierarzt

Da Parasiten nicht nur unangenehm für den Hund sind, sondern auch gefährlich für Mensch und Tier werden können, ist es notwendig, den Hund laufend zu beobachten. Die Symptome von Parasiten sind meist sehr typisch und daher leicht zu erkennen. Jedoch verläuft eine Infektion bei erwachsenen Hunden auch häufig symptomlos. Dann sind weitere Untersuchungen beim Tierarzt notwendig. Solche Untersuchungen können die Haut, das Blut oder auch die Ausscheidungen des Hundes betreffen.

Untersuchung von Haut und Fell auf Ektoparasiten

Ektoparasiten können vor allem bei einer eingehenden Hautuntersuchung entdeckt werden. Dabei wird das Fell und die Haut des Hundes mit einem sehr feinen Kamm und einer Lupe gründlich durchsucht. Durch die Vergrößerung der Lupe können nicht nur Milben und Flöhe sichtbar gemacht werden, sondern auch der Kot der Flöhe. Um die Haut zu untersuchen, kommt in vielen Fällen ein Klebefilmpräparat zum Einsatz. Das bedeutet, dass eine Hautstelle mit einem Streifen Klebefilm betupft wird. Das Material, das auf dem Klebefilm haften bleibt, wird anschließend mikroskopisch untersucht. In manchen Fällen ist auch eine Entnahme von Hautzellen notwendig.

Diagnose und Behandlung von Parasiten beim Hund
Diagnose und Behandlung von Parasiten beim Hund

Blut- und Kotuntersuchung beim Tierarzt auf Endoparasiten

Neben der Untersuchung von Haut und Fell ist es bei einem entsprechenden Verdacht auf Parasitenbefall auch manchmal notwendig, das Blut des Hundes zu untersuchen. Denn im Blut können gewisse Antikörper nachgewiesen werden. Vor allem Babesien und Leishmanien können so einfach diagnostiziert werden. Aber auch der Kot der Tiere verrät einiges über deren Gesundheitszustand. Hier können Parasiten nachgewiesen werden, die sich im Magen-Darm-Trakt ansiedeln. Neben den Parasiten selbst können bei einer Kotuntersuchung darüber hinaus auch Stoffwechselprodukte oder Eier dieser Parasiten nachgewiesen werden.

Behandlung von Parasiten beim Hund

Wenn Parasiten beim Hund diagnostiziert wurden, gibt es verschiedenste Mittel, um diese wieder loszuwerden. In diesem Fall ist zwingend ein Tierarzt zu involvieren, der die richtige Behandlung einleiten wird. Die meisten Hunde können mit der richtigen Behandlung gut therapiert werden. Je nach Art des Parasitenbefalles kann die Behandlung auch langwieriger sein. Leishmaniose ist beispielsweise eine Erkrankung, die nur sehr schwer oder unter Umständen sogar gar nicht zu behandeln ist.

Mitbehandlung der Umgebung

In jedem Fall ist es wichtig, nicht nur das Tier selbst, sondern auch seine Umgebung in die Behandlung miteinzubeziehen. Wenn der Familienhund beispielsweise von Flöhen befallen ist, ist es notwendig, den gesamten Wohnraum der Familie gründlich zu reinigen. Hier muss konsequent und langfristig vorgegangen werden, da die Eier und Larven der Flöhe äußerst widerstandsfähig sind. Die gesamte Behandlung erstreckt sich daher über bis zu 6 Monate. Auch alle anderen Haustiere der Familie müssen in den Behandlungsplan miteinbezogen werden. Wenn dies nicht geschieht, können die Parasiten innerhalb kürzester Zeit wieder zurückkommen.

Behandlung eines Hundes gegen Parasiten mit einem Spot-on Präparat
Behandlung eines Hundes gegen Parasiten mit einem Spot-on Präparat

Fazit zu Parasiten beim Hund

Parasiten gehören zu den häufigsten Krankheiten beim Hund und sind nicht nur eine äußerst lästige Angelegenheit, sondern können auch für Tier und Mensch gefährlich sein. Ein Befall mit Parasiten bleibt bei gesunden, erwachsenen Hunden oft unbemerkt, da keine Symptome ersichtlich sind. Junge, ältere und immunschwache Hunde zeigen jedoch häufiger Symptome.

Es werden zwei verschiedene Kategorien an Parasiten unterschieden: Ektoparasiten und Endoparasiten. Ektoparasiten siedeln sich an der Oberfläche – auf Haut und Fell – des Hundes an. Zu den Ektoparasiten zählen beispielsweise Flöhe, Zecken und Milben. Endoparasiten befallen hingegen die inneren Organe des Hundes wie Darm, Herz, Lunge und Innenohren. Zu den Endoparasiten zählen unter anderem Würmer und Einzeller.

Wichtig ist es, als Hundebesitzer vorbeugende Maßnahmen gegen einen Befall mit Parasiten zu treffen. Spezielle Halsbänder können beispielsweise Flöhe und Zecken fernhalten. Außerdem sollten Hunde regelmäßig entwurmt werden. Bei größeren Hundegruppen ist besondere Vorsicht geboten, da sich Parasiten oft von Tier zu Tier weiterverbreiten.

Sowohl Endo- als auch Ektoparasiten können auch vom Tier zum Menschen übertragen werden. Daher ist als Hundehalter häufiges Händewaschen – speziell vor dem Essen – dringend zu empfehlen.

Die Diagnose für einen Parasitenbefall kann der Tierarzt mithilfe verschiedener Untersuchungen stellen. Darunter fällt die Untersuchung von Haut und Fell sowie Blut und Kot. Wurde ein Parasitenbefall diagnostiziert, wird der Tierarzt die entsprechende Behandlung einleiten. Fast alle Parasiten sind mit einer Behandlung gut zu therapieren. Es sollte jedoch nicht nur das Tier selbst, sondern auch die Umgebung über einen längeren Zeitraum in die Behandlung mit einbezogen werden. Denn ansonsten kommen die ungebetenen Gäste innerhalb kurzer Zeit wieder zurück.


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