Ein passendes Hundebett gehört zur Grundausstattung – egal ob für den Welpen oder den ausgewachsenen Vierbeiner. Schließlich verbringt dein Hund dort teils mehrere Stunden am Tag. Hier erfährst du, welches Hundebett am besten zu deinem Hund passt und warum die richtige Wahl so wichtig ist. Der Artikel zeigt dir, welche Bett-Typen es gibt, wie du die passende Größe bestimmst, worauf du beim Material achten solltest und wann sich ein orthopädisches Modell lohnt.
Inhaltsverzeichnis
- Warum ein gutes Hundebett keine Spielerei ist
- Welche Arten von Hundebetten gibt es?
- Wie findest du die richtige Größe für das Hundebett?
- Material, Füllung und Pflegeleichtigkeit
- Wo stellst du das Hundebett auf – und wie viele braucht dein Hund wirklich?
- Wie gewöhnst du deinen Hund an ein neues Bett?
- Wann solltest du das Hundebett austauschen?

Warum ein gutes Hundebett keine Spielerei ist
Ausreichend und ruhiger Schlaf ist für die Gesundheit jedes Hundes unverzichtbar. Ein ausgewachsener Hund schläft zwischen 12 und 16 Stunden am Tag, Welpen und Senioren oft noch mehr. Deshalb braucht jeder Hund – unabhängig vom Alter – einen geeigneten Rückzugsort. Ein gutes Hundebett:
- unterstützt Wirbelsäule und Gelenke
- entlastet Ellenbogen, Hüften und Schultern
- verbessert Schlafqualität und Regeneration
- schafft einen sicheren Rückzugsort für den Hund
- hilft beim Entspannen in stressigen Situationen
- erleichtert das Erlernen eines festen Ruheplatzes
- unterstützt adoptierte Hunde bei der Eingewöhnung
- hilft dabei, dem Welpen eine feste Routine zu geben
Welche Arten von Hundebetten gibt es?
Im Zoofachhandel findest du verschiedene Typen von Hundebetten:
- Sofa-Bett – für Hunde, die sich gerne an die Seiten lehnen oder sich zusammenrollen
- Kissen oder Matte – für kleine, ruhige Hunde
- Hundehöhle bzw. geschlossenes Bett – für ängstliche, geräuschempfindliche Tiere
- Matratze – für große Rassen und Hunde, die ausgestreckt auf der Seite schlafen
- orthopädisches Hundebett – für Senioren, große Hunde und Tiere mit Gelenkproblemen
Sofa-Bett und Kissen
Das Sofa-Bett (ein Kissen mit weichen Seitenwänden) gehört zu den beliebtesten Varianten und eignet sich für die meisten Hunde, vor allem kleine und mittelgroße Rassen. Viele Hunde nutzen die seitlichen Polster, um Kopf oder Pfoten daran abzustützen, was den Komfort erhöht. Außerdem können sie sich darin zusammenrollen und einkuscheln.
Kissen oder Matten eignen sich gut für kleine Rassen und minimalistisch eingerichtete Wohnungen. Sie lassen sich leicht transportieren und sind eine gute Wahl, wenn dein Hund im Schlaf gerne lang ausgestreckt liegt.

Hundehöhle und geschlossenes Bett – für ängstliche Hunde
Manche Hunde – besonders ängstliche, geräuschempfindliche, schüchterne oder aus dem Tierheim adoptierte Tiere – fühlen sich in Betten am wohlsten, die einer natürlichen Höhle ähneln und von allen Seiten Schutz bieten. In diesem Fall eignet sich eine Hundehöhle oder ein geschlossenes Modell an einem ruhigen Platz in der Wohnung besonders gut. Solche Modelle funktionieren vor allem bei kleinen und mittelgroßen Rassen sehr gut.
Orthopädisches Hundebett – für Senioren und Hunde nach Verletzungen
Ist dein Hund bereits ein Senior, hatte er eine Verletzung, einen Unfall oder leidet er unter orthopädischen Problemen, solltest du dich für ein orthopädisches Hundebett entscheiden. Es besteht in der Regel aus:
- Memory-Schaum, der sich an den Körper anpasst und den Druck gleichmäßig verteilt
- eierkartonartigem Material mit guter Belüftung und Dämpfung
Ein orthopädisches Hundebett lohnt sich vor allem, wenn dein Hund:
- älter als 7–8 Jahre ist (besonders bei großen Rassen)
- an Hüft- oder Ellenbogendysplasie leidet
- Gelenkverschleiß hat
- nach dem Ausruhen nur ungern aufsteht
- nach dem Aufwachen sichtlich steif wirkt
- sich nach einer Verletzung oder Operation erholt
Wie findest du die richtige Größe für das Hundebett?
Genauso wichtig ist die richtige Größe des Hundebetts. Ist es zu klein, kann sich dein Hund nicht richtig ausruhen; ist es zu groß, fehlt ihm das Gefühl von Geborgenheit. Miss deinen Hund vor dem Kauf in der Position, in der er am häufigsten schläft:
- Miss die Länge von der Nasenspitze bis zum Schwanzansatz.
- Addiere etwa 15–30 cm für zusätzlichen Komfort.
- Miss die Breite an der breitesten Stelle und addiere ca. 10–30 cm.
Vergleiche die Ergebnisse mit den Innenmaßen des Betts. Manche Hersteller geben nur die Außenmaße an – bei vielen Modellen (z. B. Sofa-Betten, Hundehöhlen) zählt aber vor allem die tatsächlich nutzbare Liegefläche.

Hundebett für kleine Hunde
Miniaturrassen wie Chihuahua, Malteser oder Dackel benötigen ein Hundebett mit Innenmaßen von etwa 45–70 cm Länge. Diese Hunde rollen sich häufig zusammen und brauchen daher kein besonders großes Kissen oder Sofa-Bett.
Hundebett für große Hunde
Labrador, Golden Retriever, Deutscher Schäferhund, Cane Corso und andere große Rassen benötigen ein Bett mit einer Innenlänge von etwa 90–120 cm. Für Riesenrassen wie Mastiff oder Deutsche Dogge empfiehlt sich eine Länge von 130–150 cm. Achte außerdem auf die Füllungsdicke, die Formbeständigkeit, einen rutschfesten Boden und die Verarbeitungsqualität (doppelte Nähte, robustes Material).
Welches Hundebett eignet sich für Welpen?
Welpen wachsen schnell, weshalb sich der Kauf eines neuen Betts alle paar Monate meist nicht lohnt. Gehört dein Hund zu einer mittelgroßen oder großen Rasse, lohnt es sich oft, direkt ein Modell in der späteren Zielgröße zu kaufen. Für den Welpen sollte das Bett folgende Eigenschaften haben:
- leicht zu reinigen
- mit abnehmbarem Bezug
- aus kaubeständigem Material
Eine zusätzliche, leicht waschbare Matte oder Decke ist ebenfalls eine gute Lösung – vor allem während der Stubenreinheitserziehung.
Material, Füllung und Pflegeleichtigkeit
Damit das Hundebett dem Kauen des Welpen oder den Krallen des erwachsenen Hundes standhält, solltest du auf das Bezugsmaterial achten. Praktisch sind robuste Stoffe aus Polyester, Nylon oder Polstermaterialien mit hydrophober Beschichtung.
Prüfe außerdem, ob sich der Bezug abnehmen und in der Waschmaschine reinigen lässt. Regelmäßiges Waschen entfernt Haare, Staub, Allergene und unangenehme Gerüche.
Ebenso wichtig ist die Füllung des Betts. Sie sollte elastisch und formbeständig sein und ihre Eigenschaften auch nach Monaten der Nutzung behalten.
Wo stellst du das Hundebett auf – und wie viele braucht dein Hund wirklich?
Genauso entscheidend ist der richtige Standort für das Hundebett. Vermeide folgende Plätze:
- direkt an der Eingangstür
- im Durchzug
- direkt neben der Heizung
- mitten im Laufweg der Wohnung
Am besten platzierst du das Bett an einem ruhigen Ort, fernab von Trubel und Lärm, aber mit Blick auf sein Umfeld. Das wirkt sich positiv auf Komfort, Schlafhygiene und Sicherheitsgefühl deines Hundes aus.
In vielen Haushalten haben sich zwei Ruheplätze bewährt:
- ein Hauptbett im Wohnzimmer oder dort, wo die Familie die meiste Zeit verbringt, damit der Hund dabei sein kann
- ein zweites im Schlafzimmer oder Arbeitszimmer, falls sich der Hund dort häufig mit seinem Menschen aufhält
So hat dein Hund immer einen gemütlichen Rückzugsort – egal, wo sich die Familie gerade befindet.
Wie gewöhnst du deinen Hund an ein neues Bett?
Ein Hund – vor allem ein Welpe oder ein adoptiertes Tier – braucht manchmal etwas Zeit, um einen neuen Schlafplatz zu akzeptieren. Am besten lässt du ihm dabei sein eigenes Tempo. Du kannst ihm helfen, indem du sein Lieblingsspielzeug, ein Kleidungsstück mit deinem Geruch oder eine vertraute Decke ins Bett legst. Belohne ihn mit Leckerlis, wenn er das Bett von sich aus nutzt. Zwinge ihn nicht dazu, sondern ermutige ihn behutsam.
Wichtig: Das Hundebett darf niemals zur Bestrafung genutzt werden. Es sollte für deinen Hund immer mit Sicherheit und Ruhe verbunden sein – nie mit Ärger seines Besitzers.
Wann solltest du das Hundebett austauschen?
Tausche das Hundebett regelmäßig aus, sobald du folgende Anzeichen bemerkst:
- platt gedrückter Schaumstoff
- durchgescheuerte Stellen
- unangenehmer Geruch trotz Waschen
- Anzeichen von Milben
Ein gutes Hundebett muss nicht teuer sein. Bequeme Modelle für kleine und mittelgroße Hunde sowie weiteres Zubehör für Haustiere findest du zum Beispiel bei Pepco. In der Kollektion findest du weiche Sofa-Betten in 60 x 40 cm und 80 x 40 cm, Decken, Kissen in interessanten Formen und kleine Hundehöhlen.






